Corona-Party in Hof Gäste greifen Polizisten an und flüchten über Balkon

Erste Berührungen mit Alkohol gibt es bereits ab einem Alter von zehn Jahren, ergab eine Umfrage bei Schülern der Region. Bemerkenswert: 67 Prozent der befragten Schüler gaben als Bezugsquelle ihre Eltern an, 63 Prozent machten ihr Kreuz bei den Freunden. Archiv Foto: dpa

Eine lautstarke Party haben mehrere Personen in der Nacht zum Sonntag in einer leerstehenden Wohnung eines Hofer Mehrfamilienhauses gefeiert. Ein Teil davon muss sich jetzt wegen Verstößen gegen die aktuellen Corona-Verordnungen verantworten. Die anderen Gäste flüchteten vor der Polizei über den Balkon. 

Hof - Die Polizei hat am Samstagabend erneut eine Corona-Party in Hof auflösen müssen. Anwohner hatten die lautstarke Feier im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in Hof gemeldet. Beim Eintreffen stellten die Beamten fest, dass am Türschild der genannten Wohnung niemand verzeichnet und die Tür beschädigt war. Als die Polizisten an der Wohnungstür auf sich aufmerksam machten, flohen zwei der Anwesenden über einen Balkon in den Hinterhof. Es konnte über die Balkontür nur noch beobachtet werden, wie die beiden Unbekannten durch den Hinterhof wegrannten, heißt es im Polizeibericht. In der Wohnung konnten die Beamten noch drei Personen antreffen, die hochprozentigen Alkohol konsumierten und Musik hörten. Die Wohnung stand offensichtlich leer und keiner der Gäste besaß einen Schlüssel. Einem der Anwesenden, einem 21-Jährigen aus Oberkotzau, wurde nach Feststellung der Personalien ein Platzverweis ausgesprochen. 

Nachdem von den beiden anderen Personen wegen falscher Angaben und fehlenden  Ausweisdokumenten die Personalien nicht vor Ort festgestellt werden konnten, sollten diese zur Klärung der Identität auf die Dienststelle gebracht werden. Einer der beiden, ein 22-Jähriger aus Selbitz, verweigerte dies jedoch lautstark und sperrte sich beim Einsteigen in das Dienstfahrzeug, sodass er gefesselt werden musste. Auch der bereits des Ortes erwiesene 21-Jährige kam zurück zum Haus und schubste, bedrängte und bespuckte die Beamten. Der Angriff konnte durch Einsatz des Pfeffersprays und Anlegen der Handfesseln gestoppt werden. Zur Versorgung und Überwachung wurde der stark alkoholisierte Mann mit dem Rettungsdienst ins Klinikum gebracht und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durchgeführt.

Der 22-Jährige, der die Beamten auf die Dienststelle begleiten musste, beleidigte die Polizisten dort und verhielt sich auch während der Identitätsfeststellung äußerst aggressiv, weshalb er seinen Rausch in der Arrestzelle ausschlafen musste.  Neben den festgestellten Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt die Polizei wegen Hausfriedensbruch, Entziehung elektrischer Energie, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

 

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