Corona-Statistik Impfdurchbrüche bleiben in Hof die Ausnahme

Eine statistische Auswertung zeigt: Der ganz überwiegende Teil der Menschen, die sich in der Stadt Hof zwischen Mai und September mit dem Corona-Virus infiziert haben, war ungeimpft. Unser Archivbild zeigt das Aufziehen einer Spritze mit Impfstoff. Foto: picture alliance/dpa/Matthias Balk

Kaum eine Sitzung vergeht ohne das Thema Corona. Diesmal gibt es aktuelle Zahlen fürs Stadtgebiet – und eine Frage zu der zentralen Teststation.

Hof - „Corona bestimmt die Kommunalpolitik“, titelte die Frankenpost im Frühjahr 2020. Das ist nun, nach 18 Monaten Pandemie, zum Teil noch immer so: Kaum eine Sitzung des Stadtrats oder seiner Ausschüsse vergeht ohne eine Anfrage oder Information zum Thema Corona.

Jüngst, im Haupt- und Finanzausschuss, legte der zuständige Unternehmensbereichsleiter Klaus Baumann aktuelle Zahlen aus Hof vor. Das Gesundheitsamt hatte „ausnahmsweise“, wie Baumann betonte, Fälle und Inzidenz für das Stadtgebiet analysiert. Demnach traten vom 1. Mai bis zum 14. September 387 Neuinfektionen auf. Die große Mehrheit – 313 Betroffene – war nicht geimpft, 37 hatten den vollständigen Impfschutz und 37 weitere hatten nur eine Impfung erhalten. Für die Woche vom 8. bis 14. September errechnete das Gesundheitsamt zwei zusätzliche Inzidenzwerte für Hof: 24,4 für Geimpfte und 132,9 für Ungeimpfte. Zudem lagen neun Patienten im Bereich Hochfranken mit einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus, davon zwei auf der Intensivstation.

Stefan Schmalfuß (CSU) zog eine weitere Schlussfolgerung aus den aktuellen Zahlen: Die Quote der Ungeimpften belaufe sich in der Region auf 30 Prozent. Für diese Personengruppe brauche es zuverlässige Testmöglichkeiten. Wie er berichtete, sind an der Teststelle Neuhof mehrere Wartende abgewiesen worden, weil sie sich 15 Minuten vor Ende der Öffnungszeit testen lassen wollten. Oberbürgermeisterin Eva Döhla kündigte an, dies mit dem Test-Dienstleister zu klären.

Eine ganz andere Frage bewegte Jürgen Adelt (SPD). „Wie lang tagen wir noch hier?“ Schließlich finden Sitzungen seit mehr als einem Jahr im Festsaal der Freiheitshalle statt. Die Rathauschefin machte ihm und den anderen Stadtratsmitgliedern wenig Hoffnung: „Wir können wegen der Auflagen noch nicht in den Rathaussaal umziehen.“ Deshalb habe die Stadt den Festsaal für die kommenden Monate weiterhin gebucht.

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