Corona Tirschenreuth mit niedrigster Inzidenz

In Tirschenreuth entspannt sich die Corona-Lage Foto: dpa/Nicolas Armer

Kommen im ehemaligen Hotspot Lockerungen? Der oberpfälzische Landkreis hat heute die besten zahlen im ganzen Freistaat.

Tirschenreuth - Der Landkreis Tirschenreuth – in der ersten Welle Deutschlands Corona-Hotspot Nummer Eins – hat nun die niedrigste Inzidenz in ganz Bayern. Das Robert-Koch-Institut (RKI) wies am Donnerstagmorgen 76,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aus. Tirschenreuth gehört zu nur noch fünf bayerischen Landkreisen, die auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 kommen. Die höchsten Werte hatt am Donnerstag erneut die Stadt Hof; sie stand mit einer Sieben-tage-Inzidenz von 567,4 bayern- und bundesweit an der Spitze.

Tirschenreuth hatte es nicht nur in der ersten Welle schwer erwischt. Auch vor wenigen Wochen war der Landkreis noch von hohen Infektionszahlen betroffen. Den Rückgang führt das Landratsamt Tirschenreuth unter anderem auf die umfangreichen Testangebote im Landkreis, auf Testpflicht und Grenzkontrollen für tschechische Pendler, auf Test- und Hygienekonzepte sowie Kontrollen in Betrieben ebenso zurück wie auf die hohe Impfquote mit knapp 24 Prozent bei der Erstimpfung und die konsequente Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt. Und noch etwas bewertet Landratsamtssprecher Wolfgang Fenzl in einer Mitteilung als entscheidend: die Disziplin und das Durchhaltevermögen der Bevölkerung.

Möglicherweise kommt es schon in den nächsten Tagen zu Lockerungen – wenn der Kreis stabil unter der 100er-Marke bleibt. Das würde bedeuten, dass in der kommenden Woche an allen Schulen und Klassen theoretisch Präsenzunterricht stattfinden könnte, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, ansonsten gilt Wechselunterricht.

Dennoch mahnt die Behörde zur Vorsicht: „Trotz der erfreulichen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 bleibt die Corona-Situation wegen der Virus-Mutation ernst und kann sich auch ganz schnell wieder verschlechtern.“ Thomas Scharnagl

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