Corona Tschechien: Rekord bei Corona-Zahlen

T. Scharnagl, M. Heitmann
In Tschechien ist die Corona-Lage ebenfalls angespannt. Foto: picture alliance/dpa/Armin Weigel

Im Nachbarland steigen die Zahlen rasant – auch in den an Oberfranken angrenzenden Gebieten.

Eger/Prag - Tschechien hat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden 39 614 bestätigte Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwoch bekannt gab. Hinzu kamen 2 459 neuerliche Infektionen bereits genesener Personen.

Auch in den grenznahen Regionen haben die Fallzahlen einen Sprung nach oben gemacht. Der Kreis Eger (Cheb) weist eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1391 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aus, Sokolov 875, Karlsbad 1296, Tachov 810. Die höchsten Werte (2000 bis 2400) verzeichnet Prag mit Umland.

Inzwischen gehen nach Behördenangaben fast alle Infektionen auf die Omikron-Variante zurück, welche die bisher vorherrschende Delta-Mutante fast vollständig verdrängt hat. Gesundheitsminister Vlastimil Valek erwartet, dass die Omikron-Welle in dieser Woche ihren Scheitelpunkt erreichen wird. Die Zahl der Krankenhauspatienten stieg leicht auf 1781. Das tschechische Abgeordnetenhaus wird am kommenden Dienstag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über eine Neuauflage des Pandemiegesetzes zu beraten. Das Gesetz, das sonst Ende Februar auslaufen würde, ermöglicht weitreichende Maßnahmen wie Geschäftsschließungen. Die Opposition kritisierte, die Vorlage sei „mit der heißen Nadel gestrickt“. Verfassungsrechtler forderten eine zeitliche Befristung der pandemischen Lage. M. Heitmann / T. Scharnagl

 

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