Corona Zusätzlicher Impfstoff für Coburg und Haßberge

Impfstoff Foto: dpa

Mit Impfstoff-Sonderkontingenten für 22 bayerische Stadt- und Landkreise will der Freistaat Bayern gleichmäßige Impfquoten vorantreiben. Aus der Region profitieren die Stadt und der Landkreis Coburg sowie der Kreis Haßberge. Das teilt das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch in einer Pressemeldung mit.

Rund 1600 Impfdosen gehen jeweils an Coburg (Krfr. St.), Coburg (Lkr.), Deggendorf (Lkr.), Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Dingolfing-Landau (Lkr.), Fürth (Krfr. St.), Günzburg (Lkr.), Landshut (Lkr.), Memmingen (Krfr. St.), Mühldorf a.Inn (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Neumarkt i.d.OPf. (Lkr.), Rottal-Inn (Lkr.), Schweinfurt (Krfr. St.), Schweinfurt (Lkr.) und Unterallgäu (Lkr.). Je rund 800 Impfdosen gehen an Haßberge (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.), Ansbach (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Lindau (Lkr.) und Kempten (Krfr.St.). Die Impfdosen kommen am 14. Mai in den Impfzentren an.

In der Sitzung des Lenkungsausschusses der Bayerischen Impfallianz am 5. Mai hatten Vertreter der Ärzteschaft, der Apotheker, des Bayerischen Landkreistages und des Bayerischen Städtetages die Frage eingehend erörtert. Alle waren sich einig, weitere Möglichkeiten für Sonderkontingente zu prüfen.

Holetschek sagte am Mittwoch in München: „Wir wollen, dass in ganz Bayern möglichst viele Menschen ein Impfangebot erhalten. Einige Regionen haben eine geringere Ärztedichte und stehen teils auch vor besonderen strukturellen Herausforderungen. Deshalb haben wir dort eine geringere Impfquote in den Arztpraxen und damit im Ergebnis ein geringeres Angebot an Schutzimpfungen.“

Holetschek kritisierte aber: „Das Bestellsystem des Bundes lässt diese regionalen Gegebenheiten völlig außer Acht – das führt zu einer strukturellen Benachteiligung dieser Regionen bei den Impfungen in den Arztpraxen. Wir springen jetzt ein, wo die Verteilung des Bundes für Ungleichgewicht sorgt.“

„Ich freue mich, dass wir schon jetzt Impfdosen zur Verfügung stellen können. Das ist ein gutes Signal für einen gleichmäßigen Impffortschritt in ganz Bayern!“, sagte der Staatsminister. Er forderte zugleich den Bund auf, das Bestellsystem der Ärzte zu verbessern und Arztpraxen in Regionen mit geringerer Arztdichte größere Bestellmengen zu ermöglichen.

Gesundheitsminister Holetschek betonte zudem: „Die zusätzlichen Lieferungen sind aufgrund einer bislang nicht verplanten Sonderlieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson möglich geworden. Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und auch die regulären Zweitimpfungen in den Impfzentren gesichert sind, werden wir weitere Sonderkontingente prüfen."

Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Vorsitzender des Bayerischen Städtetags, sagte: „Da die Impfquote der niedergelassenen Ärzte regional unterschiedlich ist, kann die Verteilung von Sonderkontingenten an die Impfzentren zu einer gleichmäßigen Impfquote beitragen. Unerlässlich bleibt aber, dass endlich mehr Impfstoff geliefert wird und noch mehr Ärzte Impfungen durchführen.“

Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags, fügte hinzu: „Gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern sind in allen Bereichen unser großes Ziel. Hierzu zählt gerade in dieser Zeit auch die gleichmäßige Versorgung mit Impfstoff. Mein großer Dank gilt hier unserem Gesundheitsminister Klaus Holetschek, der unser Anliegen aufgegriffen und in die Tat umgesetzt hat. Die Verteilung von Sonderkontingenten ist ein Baustein der Lösung!“

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