CSU Hof: Plauen als Vorbild im Kampf gegen Schrottimmobilien

red
Das „Petit Paris“ im Hofer Bahnhofsviertel. Foto: /Thomas Neumann

Die Hofer CSU-Fraktion fordert eine Offensive wie in der Partnerstadt zur Beseitigung von Schandflecken im Stadtbild. Mattias Singer hat dazu die Initiative ergriffen.

Hof - Das Thema Schrottimmobilien haben die CSU-Stadträte schon häufig in ihren Fraktionssitzungen diskutiert. Nun hat Stadtrat Matthias Singer diese brisante Angelegenheit nochmals aufgegriffen. „Das Thema beschäftigt mich seit langer Zeit. Deshalb verfolge ich alle Veröffentlichungen diesbezüglich bundesweit mit großem Interesse“, sagte er in der jüngsten Sitzung einer Mitteilung zufolge. „Als ich auf die Maßnahmen zur Bekämpfung von Schrott- und Problemimmobilien in unserer Partnerstadt Plauen stieß, war ich schon beeindruckt.“ Singer ist Initiator des CSU-Antrags, welcher fordert, zu diesem Thema Kontakt mit den Mitarbeitern der Stadt Plauen aufzunehmen und Maßnahmen nach dem Plauener Modell zu ergreifen.

„Nach wie vor stellen Schrottimmobilien ein Problem in Hof dar“, betont die CSU-Fraktion in der Mitteilung. „Heruntergekommene Gebäude beeinträchtigen das Stadtbild, das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität der Bevölkerung.“ Leidtragende seien zudem Immobilienbesitzer, die als unmittelbare Nachbarn oftmals Wertverluste zu befürchten hätten (die Frankenpost berichtete mehrfach, zum Beispiel unter dem Titel „Zähes Ringen um die Schrotthäuser“).

Medienberichten zufolge geht die Stadt Plauen dagegen sehr offensiv und erfolgreich gegen dieses Phänomen vor. Seit dem Start eines aufwendigen Monitoring-Verfahrens im Jahr 2014 seien rund 150 Schandflecke aus dem Stadtgebiet von Plauen verschwunden. Andere Städte – sogar Leipzig – würden sich an Plauens offensiver Abbruch-Strategie orientieren.

Fraktionsvorsitzender Fleischer teilt dazu mit: „Die Initiative von Matthias Singer wurde von der gesamten Fraktion begrüßt, denn der Ansatz und die Zielrichtung stimmen. Deshalb beantragt die CSU-Fraktion, Maßnahmen zur Bekämpfung von Schrott- und Problemimmobilien nach dem Plauener Vorbild zu intensivieren.“

Matthias Singer formuliert mögliche Ansätze: „Die Stadt Hof muss die Kontakte zu ihrer Partnerstadt nutzen, um mehr Informationen zu dieser offensichtlich erfolgreichen Strategie zu erhalten. Die Einholung erster Informationen zu dieser Thematik bei der verantwortlichen Stelle der Stadtverwaltung Plauen wäre aus Sicht der CSU-Fraktion ein erster Schritt, der durch eine anschließende Berichterstattung im Bauausschuss ergänzt werden könnte.“

Die CSU-Fraktion sehe auch die Einladung eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung Plauen in den Hofer Bauausschuss als eine Möglichkeit, sich über die Bekämpfung der Brachen in der Partnerstadt zu informieren. Singer abschließend: „Die Plauener Abbruch-Strategie erregt bundesweit Interesse. So entsendete die Stadt Leipzig bereits Mitarbeiter, die als Hospitanten in der Stadtverwaltung Plauens aufgenommen wurden. Weshalb sollte dann die Stadt Hof ihren guten Kontakt zu ihrer Partnerstadt nicht nutzen?“

Der Sprecher der CSU-Fraktion im Bauausschuss, Jochen Ulshöfer, begrüßte den bereits gestellten Antrag: „Seit Jahren beschäftigt sich die Stadt Hof mit diesem Thema. Der Ansatz unserer Partnerstadt klingt vernünftig und zielführend.“

 

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