CSU Weißenstadt Schill bleibt Ortsvorsitzender

red
Der alte und neue CSU-Ortsverbandsvorsitzende Christian Schill (Dritter von links) hieß neugewählte Mitglieder im Vorstand willkommen und gratulierte den Geehrten. Foto: /pr.

Der 37-Jährige wird in Weißenstadt einstimmig gewählt. In Personalunion berichtet er bei der Jahreshauptversammlung auch über die Stadtratsarbeit.

 
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Im Rahmen der jüngsten Jahreshauptversammlung ist Christian Schill mit voller Stimmenausbeute auf dem Posten des Vorsitzenden des Ortsverbandes der CSU in Weißenstadt bestätigt worden. Der 37-Jährige bedankte sich für das Vertrauen und versprach, auch weiterhin mit vollem Engagement für den Ortsverband zu arbeiten, immerhin stehe mit der Landtagswahl im Herbst bereits in diesem Jahr eine große Herausforderung bevor, die allerdings nur gemeinsam gemeistert werden könne.

Zwei Neuerungen gab es im erweiterten Vorstand: Zu einem von drei Stellvertretern wurde Stefan Westernacher neu gewählt. Er übernimmt gleichzeitig das Amt des Beauftragten für Neumitglieder von seinem Vorgänger Matthias Beck, dem zweiten Bürgermeister von Weißenstadt. Als weiterer Beisitzer wurde Udo Kreuzer neu in den Vorstand des CSU Ortsverbands gewählt.

Monatlicher Stammtisch

Mit Blick auf das vergangene Jahr stellte Schill fest, dass endlich wieder mehr gesellschaftliches Leben habe stattfinden können und unter anderem das traditionelle Fischessen und eine Ferienaktion für Weißenstädter Schulkinder sehr gut angenommen worden seien. Eine Einladung erging an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu den regelmäßigen öffentlichen Sitzungen des Stadtrats, denn nur so könne man auch ungefiltert erfahren, welche Themen dort besprochen werden.

Auch zum monatlichen Stammtisch der CSU, der an jedem ersten Mittwoch des Monats ab 18.30 Uhr im Stadtbad stattfindet, sind Interessierte willkommen Die Zusammenarbeit mit den Stadtratskollegen lobte der Fraktionsvorsitzende und Sportreferent Christian Schill als konstruktiv und für Weißenstadt als gewinnbringend, wenn auch viele Themen in den kommenden Jahren anstünden, die vor allem für kleine Kommunen mit geringem Spielraum bei den freiwilligen Leistungen eine hohe Belastung und große Herausforderung darstellten.

Mehr Veranstaltungen

Nach den herausfordernden Jahren der Corona-Pandemie sei 2022 wieder ein fast „normales“ Jahr gewesen, in dem zumindest wieder deutlich mehr Veranstaltungen stattgefunden hätten als in den beiden Jahren zuvor – wenn auch noch mit Einschränkungen zu Jahresbeginn, betonte Schill.

So musste der traditioneller Neujahrsempfang 2022 leider abgesagt werden. Dafür sei im laufenden Kalenderjahr der Neujahrsempfang umso ausgiebiger gefeiert worden, und mit Manfred Weber habe man einen „richtig tollen Gast“ in Weißenstadt begrüßen dürfen. In den Sommerferien im August wurde auf Initiative der Stadt wieder ein Ferienprogramm für Schülerinnen und Schüler auf die Beine gestellt, an dem sich der CSU-Ortsverband mit einer spannenden Kräuterwanderung für Kinder beteiligt habe. Am 8. Oktober fanden im Kurzentrum einmal mehr die „Weißenstädter Gespräche“ der Seniorenunion mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann als Hauptredner statt.

65 Mitglieder

Daneben besuchten die Mitglieder im vergangenen Jahr auch einige Veranstaltungen der Parteifreunde in den Nachbargemeinden wie das Starkbierfest in Kirchenlamitz und Niederlamitz, das Deutschlandfest in Mödlareuth, die Feier zum 75-jährigen Bestehen der CSU in Kirchenlamitz oder die Delegiertenversammlung in Bischofsgrün.

Bei den Wahlen am 8. Oktober gelte es, mahnte Schill, die Spitzenposition der CSU in Bayern zu verteidigen und im Idealfall auszubauen.

„Dass unser Ortsverband mit aktuell 65 Mitgliedern nach wie vor einer der zahlenmäßig stärksten in unserer Region ist, ist vor allem Euch zu verdanken, liebe Mitglieder“, sagte Schill, der dann auch aus dem Stadtrat berichtete.

Sanierung der Altstadt

Die größten Streitthemen und Aussprachen hätten im vergangenen Jahr wohl mit den Änderungen der Verkehrsführung in der Stadtbadsiedlung und dem Stadtbad selbst zu tun gehabt, sagte er. Teilweise seien hier Maßnahmen bereits umgesetzt, wenn auch vielleicht mehr schlecht als recht: „Hier meine ich vor allem Verkehrsschilder oder Straßenmarkierungen, die in einer Zone 30 nicht nötig oder sogar unverständlich sind“, erklärte Schill. Andere Maßnahmen ließen noch auf sich warten, und er hoffe, dass diese nicht wieder in einer Nacht- und Nebelaktion umgesetzt würden.

Der städtische Haushalt im vergangenen Jahr schloss mit einem deutlichen Plus. Die finanzielle Situation der Stadt sei aber in keiner Weise mit Dagobert Duck vergleichbar, so Schill weiter. „Weißenstadt schwimmt sicher nicht im Geld, weil die zuletzt gebildeten Reserven schneller aufgebraucht sein werden, als es der Stadt lieb sein kann.“ Mit der Langen Straße sei die Sanierung der Altstadt jetzt zumindest wieder aufgenommen worden, wie es damit in den kommenden Jahren weitergehen solle, sei allerdings noch unklar.

Die CSU-Fraktion werde weiterhin versuchen, durch Anträge, wie den auf den Bau eines Fußweges an der Bergstraße, der zuletzt eingebracht worden sei, zumindest punktuelle Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger herbeizuführen; allerdings sei es bis zur Umsetzung einzelner, ebenfalls wichtiger Maßnahmen häufig ein langer Weg, der immer wieder kontrolliert und der jeweilige Stand abgefragt werden müsse.

 

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