Die Deutschen und ihre Autobahnen – das ist eine Geschichte voller politischer und gesellschaftlicher Symbolik. Was gerade für das Land, in dem das Automobil erfunden wurde, von fast banaler Logik ist. Mit motorisierten Gefährten schnell von A nach B zu kommen, möglichst ohne von anderen dabei belästigt zu werden – das ist noch heute die Erwartung, die man an deutsche Fernstraßen hat. Über hundert Jahre nachdem in der Weimarer Republik die Planungen für ein Schnellstraßennetz begannen (nein, es war nicht Hitler, der die Autobahn erfunden hat – der sah darin eher überflüssigen, „undeutschen“ Luxus). Petrolheads aus dem Ausland glauben tatsächlich noch immer, ihre Sehnsüchte nach freier Fahrt hierzulande befriedigen zu können, bis sie dann enttäuscht feststellen müssen: Baustellen machen das Vergnügen effektiver zunichte, als es jedes starre Tempolimit jemals könnte.
Das Symbol Rahmedetal-Brücke Geht doch!
Stephan Sohr 26.12.2025 - 09:16 Uhr