DAV Marktredwitz auf Tour Quer durch das Albulagebirge

Mitglieder des Alpenvereins Marktredwitz verbringen mehrere Tage in den Schweizer Bergen.

Birgit Schelter, Josef Kunz (vorne) sowie Rainer Rahn, Bernhard Goldmann, Günter Reul, Karin und Anton Hollmann (hinten, von links) am Gipfelkreuz des Schwarzhorn. Foto: pr.

Mit Tourenführer Rainer Rahn hat eine Gruppe des Alpenvereins Marktredwitz die Durchquerung des Albulagebirges von Ost nach West in Angriff genommen. Von Zuoz aus ging es zum Parkplatz am Flüelapass. Von Weitem war das Ziel – der höchste Punkt der Tour, das Schwarzhorn – schon zu erkennen.

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Nach einem exponierten Gratstück stieg die siebenköpfige Gruppe bequem zum 3146 Meter hohen Gipfel auf. Bei bestem Wetter bestaunten die Oberfranken die Aussicht. Danach folgte der Aufstieg zur Fuorcla Radönt.

Sicheres Gehen Voraussetzung

Der Abstieg war zwar markiert, von Wegen aber keine Spur. Große Felsblöcke, Platten und loses Gestein verlangten sehr sicheres Gehen. Danach folgten sie dem steilen Abstieg zur ersten Hütte, der Chamanna Grialetsch.

Am nächsten Morgen ging es hinab in ein Hochtal, um dann den Aufstieg zum 2605 Meter hohen Scalettapass in Angriff zu nehmen. Nach einer Rast am Pass ging es hinab zur Alp Funtauna, um anschließend wieder 440 Höhenmeter zur Keschhütte aufzusteigen.

Erschreckende Veränderung

Hier sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung erlebbar. Denn der Hausberg der Keschhütte, der Piz Kesch, darf wegen akuter Felssturzgefahr nicht bestiegen werden. Tourenführer Rahn war erschüttert, hatte er doch vor 46 Jahren bei besten Schnee- und Gletscherverhältnissen den Piz Kesch bestiegen.

Am dritten Tourentag ging es zunächst weit hinab nach Chants, um dann den langen Aufstieg mit 900 Höhenmetern zur Fuorcla Pischa in Angriff zu nehmen. Nach einem langen Talboden folgte ein steiler Bergpfad die Hänge hinauf. Der obere Teil des Anstiegs führte über ein steiles Schotter- und Schuttgelände eines ehemaligen Gletschers hinauf zur Scharte. Alle erreichten den Übergang zur nächsten Hütte bei bester Kondition. Auf einsamen Bergwegen musste die Gruppe 300 Höhenmeter absteigen, um zur Chamanna Escha zu gelangen.

Nach einer entspannten Nacht folgte der Abstieg zurück nach Zuoz. Mit einer Fahrt durch die Schweiz traten die Marktredwitzer die Heimfahrt an.