Von klein auf lebt Dieter Gäbelein hinter Stacheldraht und kann rüber in die Freiheit sehen. In den Westen. Er wohnt in einem kleinen Dorf namens Schlegel bei Bad Lobenstein, damals noch DDR, zwei Kilometer von der Zonengrenze entfernt. Sperrgebiet. Als kleiner Bub läuft Gäbelein mit den anderen Kindern aus dem Dorf bis runter an die Grenze, die damals mit Stacheldraht und Minenfeldern gesichert war. Das war nicht immer so. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie eine reine Verwaltungsgrenze zwischen den Besatzungszonen. Viele nutzten diese Chance und machten sich auf in die Bundesrepublik. Das sozialistische Regime fürchtete das Ausbluten Ostdeutschlands an qualifizierten Fachkräften und so machte die Regierung um Walter Ulbricht die Grenze immer undurchdringlicher.
Durch die eiskalte Selbitz Tollkühne Flucht in den Westen
Gert Hofmann 01.01.2026 - 09:00 Uhr , aktualisiert am 28.12.2025 - 23:43 Uhr