Die Fans der Selber Wölfe mussten sich ihrem Frust Luft machen. Die Schlusssirene war gerade erst ertönt, da wetterte ein Anhänger über „verteilte Geschenke“, ein anderer stellte gar die DEL2-Tauglichkeit des Teams in Frage. Nach der 4:5-Niederlage, die die Fichtelgebirgler am Sonntagabend im Prestige- und Kellerduell gegen Derbyrivale Blue Devils Weiden einstecken mussten, erreicht die sportliche Krise eine neue Dimension. Es war die neunte Pleite in Folge. Selbs Cheftrainer Craig Streu trauerte in der Pressekonferenz nach dem Spiel der „Riesen-Torchance“ von Mark McNeill hinterher, die das zwischenzeitliche 2:1 bedeutet hätte. Darüber hinaus kritisierte der Deutsch-Kanadier, dass nicht alle Spieler ihre Leistung zu 100 Prozent gebracht hätten. „Das ist hart, wenn ich das als Trainer sage, aber das ist die Wahrheit“, so der 56-Jährige. Er vermutete für die Leistungsdelle mentale Probleme.