Einen Reim auf die bisherige DEL2-Platzierung der Eispiraten Crimmitschau kann sich Craig Streu nicht wirklich machen. „Ich habe sie in der Vorbereitung gesehen und mir nur gedacht: ‚wow!‘“, sagt der Cheftrainer der Selber Wölfe (Platz acht, 17 Punkte). Besonders das pfeilschnelle Umschaltspiel der Sachsen beeindruckt den Deutsch-Kanadier. Noch stehen die Eispiraten, mit denen die Wölfe seit Jahrzehnten eine große Rivalität pflegen, auf dem letzten Tabellenrang des Eishockey-Unterhauses – mit der Betonung auf noch. Denn nach einem völlig verkorksten mit nur vier Punkten aus den ersten neun Saisonspielen hat der Halbfinalteilnehmer aus der Vorsaison (Die Serie ging mit 2:4 gegen den späteren Meister Eisbären Regensburg verloren) rechtzeitig vorm Prestigeduell mit den Selber Wölfen am Freitag (19.30 Uhr) im heimischen Kunsteisstadion im Sahnpark in die Spur gefunden. Dem 2:1-Overtime-Sieg beim Titelaspiranten Krefeld Pinguine (zugleich Gegner der Selber Wölfe am Sonntag um 18:30 Uhr in der Netzsch-Arena) ließ Crimmitschau einen furiosen 6:1-Heimerfolg gegen Regensburg folgen. „Jetzt sind sie das heißeste Team der Liga“, findet Streu, was mit Ausnahme der fünf Spiele in Folge siegreichen Landshuter an der Tabellenspitze sogar zutreffen mag. Auf „0 Prozent“ beziffert der 56-Jährige indes die Wahrscheinlichkeit, dass die Eispiraten im weiteren Verlauf der Saison im Tabellenkeller vorzufinden sind.