DEL2-Neuzugang VER holt noch einen Neuen

Künftig nicht mehr gegen den VER, sondern im Selber Trikot: Martin Hlozek (links). Foto: Mario Wiedel

Die Selber Wölfe verstärken sich noch einmal in der Offensive.

Der 22-jährige Martin Hlozek wechselt kurzfristig von den Dresdner Eislöwen zu den Selber Wölfen und erhält in der Porzellanstadt einen Zweijahresvertrag. Das teilte der VER Selb am Mittwoch mit. Zuvor agierte der Stürmer, der in Augsburg und bei Red Bull Salzburg eine hervorragende Ausbildung genoss, für Peiting und Memmingen in der Oberliga Süd als auch für die Ravensburg Towerstars in der DEL2. Headcoach Sergej Waßmiller kennt seinen neuen Schützling schon viele Jahre und freut sich, ihn zu einem gestandenen DEL2-Spieler zu entwickeln, schreibt der VER.

Der in Zabreh in der Tschechischen Republik geborene Martin Hlozek verbrachte seine Jugend hauptsächlich beim Augsburger EV, wo er – unterbrochen von einem kurzen Gastspiel beim EV Regensburg – bis zur U20 spielte. Anschließend ging es für Hlozek für ein Jahr zu Red Bull Salzburg, ehe er 2020/2021 beim EC Peiting den Sprung in die Oberliga Süd (26 Spiele, 29 Scorerpunkte) wagte und dort sofort zum „Rookie of the Year“ gewählt wurde. Letzte Saison stand er bei den Ravensburg Towerstars unter Vertrag und kam in der DEL2 auf 41 Einsätze sowie auf 4 Spiele beim Kooperationspartner Memmingen Indians in der Oberliga Süd.

Der Headcoach und sein neuer Schützling kennen und schätzen sich schon viele Jahre, wie uns Sergej Waßmiller verrät: „Ich kenne Martin schon einige Jahre. Bereits als er noch in Augsburg in der DNL spielte, hat er oft bei mir in Memmingen mittrainiert. Bei Red Bull Salzburg hat er noch einmal eine wahnsinnige Entwicklung genommen. Letztes Jahr wurde er dann auch von Ravensburg für ein paar Spiele nach Memmingen abgestellt und hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen.“ Nun ist die Aufgabe, dieses Talent zu einem gestandenen DEL2-Profi weiterzuentwickeln: „Martin bringt Talent mit und nun gilt es, aus diesem Talent etwas zu machen. Die Übergangsphase vom Nachwuchs- zum Senioren-Eishockey ist schwierig. Ich erwarte mir viel von Martin, er ist ein Perspektivspieler, aber es gibt auch noch einiges zu tun. Ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten und bin glücklich darüber, dass wir einen so talentierten Spieler nach Selb holen konnten“, so Waßmiller weiter.

Martin Hlozek sollte eigentlich in der kommenden Saison für die Dresdner Eislöwen auflaufen, nun wechselt er kurzfristig nach Selb, weil er dort eine bessere Perspektive für sich sieht: „Einer der wichtigsten Gründe für meinen Wechsel ist sicherlich, dass Sergej nun Trainer in Selb ist. Mein Bruder hat schon unter ihm gespielt ich selbst kenne ihn auch schon aus Memmingen und war super zufrieden mit ihm. Ich denke, dass ich mich in Selb gut weiterentwickeln kann. Ich werde immer hart trainieren und gut arbeiten, um mir möglichst viel Eiszeit zu verdienen. Zudem will ich natürlich immer mein bestes Eishockey spielen.“

Einen seiner neuen Mannschaftskameraden kennt Hlozek auch schon ganz gut: „Lukas Vantuch kenne ich noch von früher und stand schon länger in Kontakt mit ihm. Insgesamt denke ich, dass wir in diesem Jahr in Selb ein super Team haben und wir es weit bringen können.“ Und auch auf die Kulisse in der Netzsch-Arena freut sich der 22-Jährige: „Ich habe ja schon ein paar Mal mit Peiting und Ravensburg in Selb gespielt und war jedes Mal von der tollen Atmosphäre in der Netzsch-Arena beeindruckt. Als Auswärtsteam ist es sehr schwer, dagegen anzutreten und einen Sieg zu holen. Deshalb bin ich jetzt froh, auf der richtigen Seite zu stehen und zukünftig für Selb stürmen zu dürfen.“

Autor

 

Bilder