DEL2 Personelle Veränderungen bei den Selber Wölfen

Die Selber Wölfe bekommen einen neuen Spieler zu sehen. Foto: Niklas vom Ende

Der Eishockey-Zweitligist holt einen neuen Spieler. Ein andere verlässt den Klub.

 
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Der Wechsel deutete sich bereits in den letzten Tagen an: Wie bereits berichtet, justieren die Selber Wölfe auf einer U21-Stelle im Kader nach: Vasilii Panov verlässt den Eishockey-Zweitligisten und soll sich erst einmal bei den Jungadlern Mannheim entwickeln. Dafür stößt Nikita Krymskiy vom Krefelder EV zum Wolfsrudel und wird mit einem DEL2-Fördervertrag ausgestattet. Das teilten die Selber Wölfe am Donnerstagvormittag mit.

Der 19-jährige Stürmer Nikita Krymskiy ist in Russland geboren, kam aber schon in jungen Jahren nach Deutschland. Seine sportliche Ausbildung genoss der Linksschütze zunächst bei den Eisbären Berlin. Als hierzulande der Spielbetrieb im Nachwuchs während der Pandemie ruhte, schnürte der damals 16-Jährige für eine Saison seine Schlittschuhe für Vityaz Podolsk, einem Eishockeyclub in der Nähe von Moskau. Zurück in Deutschland ging es für den elffachen U-Nationalspieler Deutschlands direkt in den Seniorenbereich zur EG Diez-Limburg in die Oberliga Nord, wo die Krefeld Pinguine auf ihn aufmerksam wurden und ihn für die darauffolgende Spielzeit in die DEL2 lotsten. Dort konnte er mit 41 Einsätzen auch gleich ordentlich Spielpraxis in der zweithöchsten Liga sammeln. Während der laufenden Saison wurde Nikita Krymskiy bislang jedoch ausschließlich im U20-Team des Krefelder EV eingesetzt. Für das Krefelder Zweitliga-Team wurde er für diese Saison nicht lizenziert – auch weil sich die Pinguine mehr vom Talent erwartet hatten. Seitdem war Krefelds sportliche Leiter Peter Draisaitl auf der Suche nach einer Lösung für den 19-Jährigen. Nun wechselt er nach Selb.

Erinnerungen an sein Spiel in Selb

Bleibenden Eindruck hat Nikita Krymskiy bei seinem Gastspiel in der letzten Saison mit den Krefeld Pinguinen in der Netzsch-Arena durch einen Fight mit Steven Deeg hinterlassen. Der Deutsch-Russe ist jedoch alles andere als ein Raubein, wenn man sich seine Statistiken ansieht. So hat er in seinen 41 Einsätzen in der DEL2 neben der fünfminütigen Strafe in Selb lediglich eine weitere Zwei-Minuten-Strafe kassiert, dafür aber sechs Tore erzielt und drei Vorlagen beigesteuert.

Auch Wölfe-Headcoach Sergej Waßmiller weiß über andere Stärken seines neuen Schützlings zu berichten: „Nikita Krymskiy hat einen guten Charakter, bringt eine gute Einstellung mit, ist willig und eine Kämpfernatur. Zudem verfügt er über gute läuferische Fähigkeiten. Darüber hinaus hat er auch schon unter Beweis gestellt, dass er in der DEL2 scoren kann. Er wird ein guter Ersatz für Vasilii Panov sein.“

Das sagt der Wölfe-Coach über seinen Neuen

Und damit kommt Sergej Waßmiller auch schon zur Begründung, warum sich die Wege zwischen dem 19-jährigen Stürmer und den Selber Wölfen (erst einmal) wieder trennen: „Vasilii Panov braucht noch ein Jahr Spielpraxis im Nachwuchsbereich in der DNL. Das wird seiner Entwicklung guttun, damit er im Anschluss wieder im Erwachsenenbereich neu angreifen kann. Deshalb geht er jetzt erst einmal zurück zu den Jungadlern Mannheim. Ich werde seine weitere Entwicklung verfolgen und stehe in Kontakt mit seinem Trainer bei den Jungadlern, mit dem diese Entscheidung auch abgestimmt ist.“ Vasilii Panov kam in der laufenden Spielzeit zu vier Einsätzen in der DEL2 sowie zu sechs Spielen beim Kooperationspartner Höchstadter EC in der Oberliga Süd.

Bei den Selber Wölfen trifft Neuzugang Nikita Krimskiy bereits auf das ein oder andere bekannte Gesicht, wie er uns verrät: „Ich kenne Frank Hördler, mit dessen Sohn Eric ich gut befreundet bin und zehn Jahre zusammengespielt habe, und auch Jeroen Plauschin aus meiner Zeit bei den Eisbären Juniors. Und sonst bin ich dem ein oder anderen von den Jungs natürlich auch schon mal auf dem Eis begegnet.“

Sich selbst beschreibt der 19-Jährige als „vielseitigen Stürmer, der gerne zum Tor geht, in den Ecken Körper spielt und auch gerne ein Play für die Mitspieler macht“. Zudem sagt er: „Im Privatleben bin ich ein – meiner Meinung nach – unterhaltsamer und offener Mensch. Zudem lege ich viel Wert auf meine Familie“, gibt er weiter preis.

Nun heißt es für den jungen Stürmer in Selb von Beginn an durchzustarten: „Ich möchte in der restlichen Saison soviel Eiszeit wie möglich bekommen, natürlich dem Team weiterhelfen und möglichst viele Tore schießen.“

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