Depression Besonders viele Fälle in Kulmbach

Betroffene aus Stadt und Landkreis fehlten durchschnittlich 45 Tage am Arbeitsplatz. Das ist mehr als normalerweise in Bayern.

Depressionen plagen im Kulmbacher Land mehr Menschen als im bayerischen und im deutschen Durchschnitt. Foto: picture alliance/dpa/Jonas Walzberg

Etwa 1,6 Millionen Menschen in Bayern waren im Jahr 2022 von Depressionen betroffen. Das entspricht einem Anteil von 12,6 Prozent der bayerischen Bevölkerung. Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern hier über dem Durchschnitt von 12,5 Prozent. Dies sind die Ergebnisse des aktuellen „Gesundheitsatlas Deutschland“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). „In Landkreis Kulmbach lag der Anteil der an Depression Erkrankten bei 14,0 Prozent und damit deutlich über dem bayerischen Durchschnitt“, erläutert Ilona Birner, Gesundheitsexpertin bei der AOK in Bayreuth. Innerhalb Bayerns gibt es große Unterschiede: So lag die Zahl der an Depressionen Erkrankten zwischen 16,6 Prozent der Nürnberger Bevölkerung und 9,3 Prozent der im Unterallgäu. „Die Karte der Erkrankungshäufigkeit zeigt, dass im Norden und Osten Bayerns mehr Menschen von Depressionen betroffen sind als im Westen und Süden“, so Birner.

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Lange Fehlzeiten im Beruf

Eine Auswertung der AOK Bayern anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit am 10. Oktober zeigt: Rund 45 Tage dauerte 2022 im Schnitt die Fehlzeit AOK-versicherter Beschäftigter im Landkreis Kulmbach aufgrund von Depressionen.

Damit liegen die berufstätigen AOK-Versicherten aus dem Kulmbacher Land im bayernweiten Vergleich über dem Durchschnitt von derzeit genau 40 Tagen, anders als bei der Erkrankungshäufigkeit: Im Landkreis Kulmbach erkrankten 2022 im Schnitt 4,3 AOK-versicherte Beschäftigte je 100 Versicherte an einer Depression, genauso wie in ganz Bayern.