Design-Studiengang in Selb Freudentag für den Oberbürgermeister

Bis das Design-Studio steht, sind die Studenten übergangsmäßig im Rosenthal-Spiegelhaus untergebracht. Foto: Florian Miedl

Ulrich Pötzsch ist jetzt Chef einer Hochschulstadt. Viel Überzeugungsarbeit sei zu leisten gewesen, bis ihn eine Nachricht schier umgehauen habe.

Selb - Ab sofort ist das Prädikat „Hochschulstadt“ in Selb mit Leben gefüllt. Nach dem Start des Studienganges „Design und Mobilität“ am Montag sind seit heute die ersten Studierenden in der Stadt zugange. „Das ist ein unglaublicher Moment“, sagte der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. „Ich empfinde eine unglaubliche Freude und eine tiefe Dankbarkeit.“

Aus dem Kreis der Lehrerschaft sei schon früh der Wunsch einer Weiterentwicklung der einstigen Porzellan-Fachschule an die politisch Verantwortlichen herangetragen worden. Dass die Top-Ausbildung an der Fachschule für Produktdesign lediglich mit einer Art Techniker-Zeugnis abgeschlossen werden kann, werde dem weltweiten Ruf der Einrichtung nicht gerecht, sagte Pötzsch. So habe es dann gegolten immer mehr Menschen vom Design-Studiengang zu überzeugen. „Du hast alle eingesammelt“, wandte sich Pötzsch an Altlandrat Karl Döhler. Gemeinsam mit Fachschulleiter Bernhard Nitsche und anderen sei man in Ministerien und bei der Automobilindustrie vorstellig geworden. Mit durchschlagendem Erfolg, wie Pötzsch sagte: „Wir haben gemerkt, da ist mehr drin. Unsere Schüler müssen noch andere Chancen haben. Ein Meilenstein sei der Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Januar vergangenen Jahres in Selb gewesen. Damals hatte er die Einrichtung eines Design-Studienganges bekannt gegeben. „Die Nachricht hat uns umgehauen. Der Aufwand hat sich gelohnt“, erinnerte sich der Selber Oberbürgermeister.

Vielen hatte das Stadtoberhaupt zu danken: den Verantwortlichen der Hochschule Hof, den Verantwortlichen der Regierung in München, den Vertretern aus der Wirtschaft, dem alten und dem neuen Landrat und der Firma Rosenthal, die ihr Spiegelhaus übergangsweise zur Verfügung stellt. „Wir sind stolz auf den Studiengang, und wir freuen uns auf unseren modernen Campus.“ G. P.

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