Deutsch-Deutsches Museum Thüringer fordert besseres Handynetz für Mödlareuth

Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth ist ein Besuchermagnet. Foto: /Thomas Neumann

80 000 Besucher zählt das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth jedes Jahr – darunter auch viele internationale Gäste. Das Museum ist ein Aushängeschild der Region – nur guter Handy-Empfang ist im ganzen Dorf kaum vorhanden. Dirk Bergner, Vizepräsident des Thüringer Landtags, fordert nun in einem Schreiben an Digitalministerin Dorothee Bär, Abhilfe zu schaffen.

Mödlareuth - Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth soll endlich auch mobilfunktechnisch im 21. Jahrhundert ankommen: Das wünscht sich Dirk Bergner, Vizepräsident des Thüringer Landtags, und hat sich deshalb an Digital-Staatsministerin Dorothee Bär gewandt. Wie Dirk Bergner mitteilt, hat er Staatsministerin im Bundeskanzleramt darauf hingewiesen, dass es im Deutsch-Deutschen Museum sowie im gesamten Dorf Mödlareuth bis heute keinen ausreichenden Handy-Empfang gibt. Das Grenzmuseum in dem halb bayerischen, halb thüringischen Dorf zählt jährlich rund 80 000 Besucher, darunter viele Schülergruppen, aber auch internationale Gäste, heißt es in der Mitteilung. Wie mehrfach berichtet, soll das Museum einen Neubau erhalten, um dem Besucheransturm gerecht zu werden. Im Neubau sollen Ausstellungen, museumspädagogische Räume und eine Cafeteria untergebracht werden. Das Freigelände, in dem Grenzanlagen der ehemaligen DDR gezeigt werden, soll umgestaltet werden. Neuere Forschungsergebnisse sollen künftig wirkungsvoller vermittelt und zeitgemäße Vermittlungsangebot auch innerhalb einer historisch-politischen Bildungsarbeit unterbreitet werden, erklärt dazu FDP-Politiker Bergner.

Das Wlan-Netz des Museums wurde, so gut es ging, im Auftrag des Zweckverbandes Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth im Jahr 2019 ausgebaut. Das Thema „Wlan-Hotspots“ soll nach Angaben der Thüringer Landesregierung im Zuge des Museumsneubaus aufgegriffen werden. Dennoch: Das Problem des unzureichenden Mobilfunknetzes bleibt, betont Dirk Bergner.

In einer kleinen Anfrage hatte er sich deshalb an Landesregierung gewandt und auf die Zuständigkeit des Bundes hingewiesen. Bergner betont: „Da die Bundesregierung 2019 ein Mobilfunkförderprogramm angekündigt hat für Gebiete, in denen mobile Sprach- und Datendienste nicht verfügbar sind und keine privatwirtschaftliche Erschließung durch die Netzbetreiber absehbar ist, wandte ich mich nun an Frau Bär.“ In seinem Brief an die Digital-Staatsministerin schreibt er: „Bitte veranlassen Sie, dass das für die Bewahrung unserer neueren deutschen Geschichte so bedeutsame Museum in Mödlareuth mobilfunktechnisch nicht länger abgeschnitten und weit hinter den Erwartungen seiner Besucher zurück bleibt.“

Laut Landtagsvize Dirk Bergner sollen nach Prognosen des Bundesverkehrsministeriums die so genannten „weißen Flecken“ bis Ende 2024 mit Mobilfunk abgedeckt werden. Bergner gibt zu bedenken: „Wollen wir wirklich so lange warten, um diesen historisch derart bedeutsamen Ort, für den die Amerikaner mit Little Berlin sogar einen eigenen Namen kreiert haben, mobilfunktechnisch ins 21. Jahrhundert zu führen?“

Es sei vielmehr auch im Sinne der betroffenen Kommunen, Landkreise, Freistaaten, aber auch der Bundesregierung, wenn es in Mödlareuth und im Museum so schnell wie möglich ein leistungsfähiges Mobilfunknetz gebe.

 

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