Im Aufsichtsrat sitzen 14 Mitglieder aus dem DFB-Präsidium und der Bundesliga. Den Vorsitz hat Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten VfB Stuttgart. Sie müssen alle maßgeblichen Personal- und Wirtschaftsentscheidungen absegnen. Die Nationalmannschaft ist einer von fünf Geschäftsbereichen des DFB, für die der Aufsichtsrat zuständig ist.
Die Gesellschafterversammlung bilden neben Neuendorf und Watzke noch Oliver Leki vom SC Freiburg für die Bundesliga und DFB-Vize Ronny Zimmermann. Das Quartett ist letztlich das höchste Entscheidergremium im vom Verband ausgegliederten Geschäftsbereich.
Was wartet auf Klopp?
War die Auszeit bei den Auftritten als Experte bei MagentaTV zwischen Viertelfinale und Endspiel geplant? Oder nutzt Klopp die zehn Tage ohne Bildschirmpräsenz kurzfristig für die Vorbereitung auf den neuen Job? Dass die WM für ihn wie ein Bildungsurlaub ist, hat der einstige Erfolgstrainer schon mehrmals erwähnt.
Antworten gibt es spätestens, wenn der 59-Jährige am Sonntag (21.00 Uhr) zum Finale als großer WM-Analytiker live im Stadion in East Rutherford wieder auf den Bildschirmen zu sehen ist.
Klar ist, dass Klopp die Herkulesaufgabe mit einem ungewöhnlichen Vorlauf angehen kann. Noch sind es zehn Wochen bis zum Vierer-Länderspielpack in der Nations League in den Niederlanden, gegen Serbien und zweimal gegen Griechenland zwischen dem 24. September und 4. Oktober.
Klopp kann ohne Eile Kandidaten sichten und Gespräche führen. Durch die Umstellung des Terminkalenders wird es drei statt bislang üblich nur einen Bundesliga-Spieltag vor der ersten Kader-Nominierung geben. Dazu kommt die erste Runde in der Champions League. Zeit ist eine harte Währung für Klopp.