Der Bundesverband Wärmepumpe erklärte, die Bundesregierung und die staatliche Förderbank KfW müssten eine nahtlose und verbraucherfreundliche Umstellung auf die neuen Förderbedingungen sicherstellen. "Eine Aussetzung der Antragsmöglichkeit wäre ein falsches Signal an Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachhandwerk und alle anderen Marktteilnehmer. Diese brauchen ausreichend Zeit, um die neuen Förderbedingungen einzuordnen und verlässlich zu kommunizieren."
Wenig Erneuerbare im Bestand
Die Wärmepumpe hat sich in letzter Zeit vor allem in neuen Wohngebäuden durchgesetzt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden knapp drei Viertel (73,6 Prozent) der rund 58.900 Wohngebäude, die 2025 fertiggestellt wurden, so beheizt.
Bei bestehenden Wohnhäusern sieht es anders aus. Mehr als die Hälfte wurden nach Daten des Zensus 2022 mit Erdgas beheizt. Bei rund einem Viertel kam Heizöl zum Einsatz. Erneuerbare Energien spielten im Bestand mit einem Anteil von gut zehn Prozent eine untergeordnete Rolle. Genau das ist die Zielgruppe für den staatlich geförderten Heizungstausch.
Der Gebäudesektor ist zentral, um das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland bis 2045 zu erreichen, er verursacht rund ein Drittel der CO2-Emissionen. Doch das energetische Sanieren des Bestands kommt nur langsam voran.
Finanzminister muss sparen
Aus dem Finanzministerium war bereits am Wochenende bekanntgeworden, dass Finanzhilfen abgebaut werden und dies auch Kürzungen bei der Heizungsförderung aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) zur Folge haben könnte. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage. Bereits zugesagte Förderungen sollen nicht angetastet werden.
Laut Haushaltsentwurf sollen im kommenden Jahr Einnahmen aus dem Emissionshandel, die bisher in den KTF geflossen sind, teilweise für den Kernhaushalt genutzt werden. Es geht um eine Summe von 2,7 Milliarden Euro. Aus dem KTF werden unterschiedliche Förderprogramme finanziert - darunter ist mit Milliardenmitteln die Bundesförderung für effiziente Gebäude.