Deutschland Lebenslange Haft für Mord im Sportwagen

Abbildungen der Justitia an einer Scheibe am Eingang zu einem Gericht. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild/dpa

Im Prozess um einen Mord im Sportwagen hat das Landgericht München I den Angeklagten am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem wurde die Unterbringung in einer Suchtklinik angeordnet.

München - Im Prozess um einen Mord im Sportwagen hat das Landgericht München I den Angeklagten am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem wurde die Unterbringung in einer Suchtklinik angeordnet.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 24 Jahre alte Mann im März 2020 einen 25-Jährigen in dessen Auto erschossen hat. Er soll dem Mann dreimal in den Kopf geschossen haben, damit er Schulden in Höhe von 8000 Euro, die er bei ihm hatte, nicht zurückzahlen musste. Eine Passantin hatte die blutige Leiche des Mannes in einem am Straßenrand geparkten Sportwagen entdeckt.

Das Gericht sah das Mordmerkmal der Heimtücke, wie Gerichtssprecher Florian Gliwitzky sagte - allerdings nicht das Merkmal der Habgier. Auch die besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht nicht fest.

Der Angeklagte hatte die Schüsse zu Prozessbeginn eingeräumt. Der Mann habe mehr Geld von ihm verlangt, als er ihm geschuldet habe, und ihn unter Druck gesetzt und bedroht. Am Tatabend habe er den 25-Jährigen beeindrucken wollen und sei mit einer Waffe in dessen Sportauto gestiegen. Als der Mann eine Bewegung machte, habe er Angst bekommen und geschossen. "Ich bereue zutiefst, was ich getan habe", erklärte der 24-Jährige.

Im Februar hatte er auch mit einer spektakulären Flucht aus seiner Untersuchungshaft in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim Schlagzeilen gemacht. Er hatte sich in einem Lieferwagen versteckt, konnte aber noch am selben Tag wieder festgenommen werden. Ein Mitgefangener, der ihm bei der Flucht geholfen haben soll, ist inzwischen wegen Gefangenenbefreiung angeklagt worden.

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