Diesmal richtig ASV will wieder fürs Ringen werben

Gegenwehr zwecklos, wenn der ASV mit Stahlhänden nach der Oberliga greift. Foto: Jochen Bake/Jochen Bake

Ringer-Bayernliga Nord
– Nach dem katastrophalen Verhalten des letzten Auswärtsgegners Erlangen erwartet Spitzenreiter Hof im Heimkampf gegen Nürnberg wieder echte, heiße Duelle.

Der Ärger des ASV-Vorsitzenden ist noch nicht ganz verraucht. „So kann man im Sport nicht miteinander umgehen. Ich habe vollstes Verständnis, wenn es mit dem Gewicht mal nicht hinhaut“, sagt Wolfgang Fleischer rückblickend zum letzten Kampf beim TV Erlangen. „Aber wenn von zehn möglichen Kämpfern nur sieben das Gewicht haben und sich dann noch zwei nach der ersten Aktion einfach auf die Schultern legen, dann ist das keine Werbung für unseren schönen Sport. Das ist einfach scheiße, das macht man nicht.“

Im Bayernliga-Heimkampf gegen den SV Johannis Nürnberg III erwartet Spitzenreiter ASV Hof am Samstag um 19.30 Uhr wieder echten Ringer-Sport. Auch wenn der Hinkampf mit 26:9 bereits deutlich gewonnen wurde, ist der Tabellenvierte ein echtes Überraschungspaket. „Mit ihrem riesigen Kader sind sie kaum einschätzbar“, so Fleischer, der auf die Möglichkeit verweist, dass die Dritte des Bundesligisten auch gut mit Athleten aus der Oberliga vollgepackt sein könnte. „Wenn sie sagen, wir lassen die Hofer mal verlieren, wird es schwer.“

Neben der wie gewohnt lautstarken Unterstützung der heimischen Jahnhalle soll es deshalb auch die richtige Aufstellung und Taktik richten. Für diese mit maßgeblich verantwortlich ist neben Fleischer und Freistil-Coach Fabian Rudert auch Alexander Ackermann. In der Hinrunde hatte dieser selbst noch in der Klasse bis 71 Kilogramm auf der Matte gestanden. Mit dem Wechsel der Stilarten zur Rückrunde ist diese Episode jetzt vorbei. „Ich hatte mich bereit erklärt, noch mal auszuhelfen. Aber die aktive Zeit ist jetzt vorbei.“, so der ehemaligen Bundesliga-Ringer. Dem Verein bleibt Ackermann jedoch auch weiterhin erhalten. Im Spitzenkampf gegen den Zweiten AC Regensburg hatte sich der Griechisch-Römisch-Trainer erstmals ausschließlich auf das Wirken neben der Matte konzentriert und an den Schlachtplan zum 29:8-Sieg mit ausgefeilt.

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