Höhere Besuchsfrequenz zwischen Deutschland und China
Der Bundesaußenminister nannte die Gespräche in Peking gut und konstruktiv. Neben Wang Yi traf er Chinas Handelsminister Wang Wentao, als ranghöchsten Vertreter Vize-Präsident Han Zheng und den Leiter der internationalen Abteilung der Kommunistischen Partei, Liu Haixing. Es sei gut gewesen, "dass wir uns noch einmal besonnen haben und einen neuen Anlauf für die Gespräche genommen haben", sagte Wadephul.
Seinen Kollegen Wang werde er voraussichtlich am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar treffen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) plane im ersten Quartal 2026 einen Chinabesuch. Auch ein China-Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sei im kommenden Jahr geplant, sagte Wadephul beim Treffen mit Han. "Die Besuchsfrequenz zwischen Deutschland und China wird jetzt an Intensität zunehmen. Und das ist auch angesichts der Bedeutung und unserer Beziehung angemessen."
Neue Energie auf dem Kohlehügel
Zwischen Handelsminister und Vizepräsident schob Wadephul in Peking noch einen eher kulturellen Termin ein. Er ließ sich den Jingshan-Park zeigen, auch Kohlehügel genannt, der direkt gegenüber dem Nordtor der Verbotenen Stadt liegt, dem ehemaligen Kaiserpalast. Von einem Ort mit viel magischer Kraft und neuer Energie schwärmte die Expertin, die den Minister herumführte. "Können wir gebrauchen", gab der Norddeutsche Wadephul launig zurück.