Döbra - Das knapp 30 Jahre alte Radom - das ist die geschlossene Hülle über dem Radargerät auf dem Döbraberg - muss ausgetauscht werden. Auf der höchsten Erhebung des Frankenwaldes, dem 794 Meter hohen Döbraberg, steht somit eine Premiere bevor. Derzeit ist die Firma G+H Kühllager- und Industriebau aus Mannheim mit durchschnittlich sechs Mitarbeitern mit dem Aufbau der neuen Schutzhülle aus Faserverbundplatten beschäftigt. "Mitte Juni war Baubeginn", berichtet der Technische Offizier Benedikt Fleissner. Zum Schutz der empfindlichen Antennen-Technik muss laut Fleissner dringend gehandelt werden, denn: An den Nahtstellen der alten Schutzhülle dringt mittlerweile Feuchtigkeit ein. Auftraggeber der Arbeiten ist das Staatliche Bauamt Bayreuth. "Am sogenannten Äquator misst die Kuppel knapp zehn Meter im Durchmesser", erklärt Guido Schuh, Vorarbeiter der ausführenden Baufirma. Guido Schuh listet je 24 Platten in der Größe 5,50 mal 2,75 Meter auf sowie 18 weitere Platten mit den Maßen 4,65 auf 2,75 Meter. Allein fünf Meter Durchmesser misst der "Deckel", der das Ganze abschließt - gigantische Dimensionen, die beim Blick unter die entstehende Kuppel in Form einer Hilfskonstruktion sichtbar werden. Mit einem Vakuumsauger werden die einzelnen Platten an einem Kranarm nach oben gehievt und dort von den Mitarbeitern eingepasst. "Die vier Saugköpfe können bis zu 400 Kilogramm halten", erklärt der Vorarbeiter und auch, dass durch die glatten Plattenoberflächen kein anderer Transport nach oben möglich ist. "Die einzelnen Platten werden jetzt, im Gegensatz zu der früheren Konstruktion, in Sandwichbauweise verklebt und laminiert und nicht mehr verschraubt", weiß der Technische Offizier Benedikt Fleissner. Und: "Mit der neuen Konstruktion schaffen wir die höchstmögliche Dichtheit und auch Festigkeit", ergänzt Guido Schuh.
Döbra Döbraberg: Neue Hülle für das Radargerät
Sandra Hüttner 20.08.2019 - 19:32 Uhr