Drohungen und Beleidigungen Mann will Polizisten in Garage einsperren

Der Schriftzug "Polizei" ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild/dpa

Weil ein Mann aus Weismain keine Haftpflichtversicherung für seinen Anhänger hat, will die Lichtenfelser Polizei diesen stilllegen.

Weismain - Eine Verletzung am Bein und etliche Anzeigen stehen am Ende. Am Anfang hatte das Landratsamt Bayreuth lediglich die Polizei Lichtenfels über eine abgelaufene Haftpflichtversicherung eines Anhängers mit Bayreuther Zulassung informiert. Der Anhänger des Mannes, der jetzt in Weismain wohnt, musste stillgelegt werden.

Doch auf einige Schreiben hatte er nicht reagiert. Die Beamten waren in der Vergangenheit sogar schon mehrmals an der neuen Adresse in Weismain gewesen, hatten dort aber den Halter nicht angetroffen.

Schließlich betraten sie am Freitagnachmittag das Grundstück. In einer offenen Garage stießen sie auf den Anhänger. Als sie ihn entstempeln wollten, kam der 48-jährige Halter aus dem Haus gerannt und drohte den Beamten Gewalt an, falls sie den Anhänger anfassen sollten. Auch die Lebensgefährtin des Mannes war vor Ort.

Die Polizisten erläuterten das Vorgehen. Doch der Mann versuchte das Tor zu schließen und die Beamten in der Garage einzusperren. Sie konnten das aber verhindern. Da ging der Mann mit erhobener Faust auf einen der Beamten zu. Ein zweiter musste den Angreifer festhalten. 

Als er sich aus dem Griff losreißen wollte, stürzte er zu Boden und verletzte sich am Bein. Im Bericht der Lichtenfelser Polizei heißt es weiter: "Während der gesamten Zeit wurden die Beamten von dem Mann und seiner Lebensgefährtin beleidigt."

Die Beamten nahmen die Personalien der beiden auf. Dann verschwand das Paar im Haus und sperrte sich ein. Ein unterdessen verständigter Rettungsdienst wurde wieder abbestellt. Der Mann und die Frau erhalten nun eine Vielzahl von Anzeigen.

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