Manche Stütze der Psyche kann im Herbst und Winter ins Wanken geraten, wie Eugenia Eckermann erklärt. Sie ist stellvertretende Leiterin des sozialpsychiatrischen Dienstes Bayreuth-Kulmbach, eine Einrichtung der Diakonie, und ausgebildete systemische Therapeutin. Bewegung, Licht, soziale Kontakte – vieles nehme in der dunklen Jahreszeit ab. Oder einfacher ausgedrückt: „Man zieht sich häufiger auf die Couch zurück“, sagt die Beraterin. „Wenn wir weniger Bewegung haben, kann eine Antriebsstörung entstehen.“ Selbst das kurze Treffen mit einer Freundin könne dann schon zu viel sein – womit die sozialen Kontakte noch weiter abnehmen.