Egerländer Der Egerlandtag 2021 in Marktredwitz findet statt

Das Egerland-Kulturhaus mit dem Egerlandbrunnen. Foto: Erich Wetzka

Wegen der herrschenden Corona-Beschränkungen geht die Traditionsveranstaltung jedoch in kleinerem Rahmen über die Bühne. Ein wichtiger Punkt ist das sanierte Kurhaus.

Marktredwitz - Der Egerlandtag 2021 wird stattfinden! Das ist die gute Nachricht. Aus naheliegenden Gründen haben sich die Verantwortlichen des Bundesvorstandes, wie es in einer Mitteilung heißt, allerdings dazu entschlossen, ihn auf eine eintägige Veranstaltung am Sonntag, 4. Juli, und einen verkleinerten Besucherkreis zu beschränken. „Ein straffes Programm für einen Tag“, schreiben sie, „aber zum jetzigen Zeitpunkt ist an Heimattreffen, Volkstumsabend und Hotelübernachtung im größeren Stil nicht zu denken.“ Zu wenige jüngere Mitglieder seien geimpft, und die aktuellen Verordnungen ließen auch Chor- und Tanzdarbietungen auf Bühnen nicht zu.

„Wichtig ist uns Egerländern auch, die Wiedereröffnung des Egerland-Kulturhauses nach vierjähriger Sanierung und Modernisierung zu würdigen.“ Das Egerland-Kulturhaus wurde für rund drei Millionen Euro energetisch saniert und an vielen Stellen modernisiert. „Nur mit der großzügigen Förderung von rund 2,2 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern war es möglich, unser Egerland-Kulturhaus für die nächsten Jahrzehnte wieder nutzbar zu machen.“

Kulturpreis an Gerald Güntner

Im Rahmen des Festaktes am Sonntag soll auch die Verleihung des Egerländer Kulturpreises „Johannes-von-Tepl“ an Gerald Güntner aus 2019 nachgeholt werden. Zum Festakt wird die bayerische Sozialministerin Carolina Trautner die Festrede halten. Grußworte haben der Wunsiedler Landrat Peter Berek und der Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt zugesagt. Musikalisch umrahmt wird der Mittag von der Gartenberger Bunkerblasmusik aus Geretsried.

Die Trachtenausstellung „Egerländer Tracht – Lebendige Heimat“ im Ehrenraum im Obergeschoss des Egerland-Kulturhauses ist dem Bund der Eghalanda Gmoin außerdem ein großes Anliegen. Hier würden auf beeindruckende Weise die Vielfalt und die Schönheit der Egerländer Trachten gezeigt. Die Schau präsentiert eine bunte Mischung von Trachtenteilen und Trachtenzubehör. „Dafür gilt unser Dank den Trachtenbeauftragten des Bundes der Eghalanda Gmoin unter der Leitung von Elke Trübswetter aus Ingolstadt und Ingrid Hammerschmied aus Geretsried.“ Wissenschaftlich und organisatorisch betreut wird die Ausstellung von Museumsleiter Volker Dittmar und Dr. Robert Grötschel. Finanziell gefördert beziehungsweise finanziert, wurde sie von der Euregio Egrensis und vom Bund der Eghalanda Gmoin.

Generationswechsel gelungen

Veranstalter des Egerlandtages ist der Bund der Eghalanda Gmoin (BdEG), der seinen Sitz in Marktredwitz hat und mit Stolz auf ein schon über 110-jähriges Bestehen zurückblicken kann. „Gegründet wurde unsere Organisation bereits im November 1907 in Tetschen an der Elbe in der Tschechischen Republik als ,Bund der Egerländer Vereine in Österreich‘; damals gehörten wir noch zur k.u.k.-Monarchie.“

Dem Bund der Egerländer Gmoin sei, heißt es in der Mitteilung weiter, auf vielen Ebenen der Generationswechsel gelungen. So hätten viele Gmoin jüngere Egerländer als Vüarstäiha (Vorsitzende), außerdem in allen Landesverbänden Landesvüarstäiha der jüngeren Generation.

„Aufgrund der Hygienekonzepte der Veranstaltungsorte werden zum Egerlandtag 2021 nur geladene und angemeldete Gäste Zugang haben. Dies tut uns natürlich außerordentlich leid.“ Der Gottesdienst und der Festakt werden jedoch via Youtube in einem Livestream übertragen. Der Link dazu lautet: https://www.youtube.com/watch?v=BTYK-s74MBs. red

 

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