Egerstraße in Arzberg Schritt für Schritt zur Lösung

Christl Schemm
Die Fassade des leerstehenden Hauses im Anschluss an den Bereich, wo das Gebäude Egerstraße 3, abgerissen wurde, ist unansehnlich. Trotzdem soll mit dem Abbruch noch gewartet werden, bis eine Gesamtlösung gefunden ist. Foto: /Christl Schemm

Mit den Abbrucharbeiten in der Arzberger Egerstraße kann es noch nicht gleich weitergehen. Ein Haus im dortigen Bereich ist sogar noch bewohnt.

Wie soll es auf dem Gelände weitergehen, auf dem bis vor Kurzem noch das Geburtshaus Max von Bauernfeinds in der Arzberger Egerstraße stand? Wie berichtet, hat die Stadt das marode Gebäude abreißen lassen, um für eine ansehnlichere Lösung Platz zu machen, die allerdings erst noch entwickelt werden muss. Außerdem sind noch umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an den jetzt sichtbaren Felsen nötig, bevor die Arbeiten fortgeführt werden können.

In der jüngsten Stadtratssitzung regte UPW-Fraktionssprecher Roland Werner nun an, „die Gelegenheit am Schopf zu packen“ und auch gleich das nächste Gebäude die Egerstraßen aufwärts abzureißen. Er vertrat die Ansicht, dass es sinnvoller sei, eine Gesamtlösung für diesen Bereich anzustreben und damit eventuell Geld zu sparen. Die Bürgerinnen und Bürger sagten, so Werner, dass das Areal toll sei und eine Aufwertung für die Innenstadt. „Wir sollten alle Chancen nutzen“, betonte der Fraktionschef.

Tabula rasa

Man brauche eine Gesamtlösung, meinte Bürgermeister Stefan Göcking. Das unmittelbar anschließende Haus sei zwar leer, das übernächste aber noch bewohnt. „Wenn alles weg ist, haben wir dort Tabula rasa. Das ist auch eine Frage des Haushalts und der Förderung.“ Bevor weitere Arbeiten begonnen werden könnten, sei es wichtig, die obere Egerstraße freizubekommen, die zurzeit wegen Kanalbauarbeiten gesperrt ist. Stefan Klaubert (SPD) meinte, man solle erst einmal die Projekte abarbeiten, die bereits begonnen seien. „Wir kommen sonst vom Hundertsten ins Tausendste.“ Auf die Frage von zweiter Bürgermeisterin Marion Stowasser-Fürbringer, ob die Stadt die Hauswand des nächsten Gebäudes sanieren müsse, antwortete der Bürgermeister, dass dies nur beim Neidhardt-Haus in der Egerstraße 1 der Fall sei.

Frist bis 25. August

Die Anregung von Kristina Martin (SPD), den Kinderspielbereich am Feisnitz-Stausee aufzuschütten und attraktiver zu gestalten, gab der Bürgermeister an Bauamtsleiter Andreas Martin weiter. Die Lieferung der im Dezember von der Stadt bestellten Tablets zur Umsetzung des Ratsinformations-Systems mahnte Stefan Klaubert an. Dritter Bürgermeister Michael Fuchs fragte, ob neu ausgeschrieben werden müsse, wenn der Auftrag zurückgenommen werde. Der Lieferfirma sei eine Frist bis 25. August gesetzt, erläuterte Martin Buchwald von der Stadtkämmerei.

Die Umleitungsstrecke über den Schachtweg wegen der Sperrung der Egerstraße sei „abenteuerlich“, kritisierte Heike Fürbringer (UPW). Aus diesem Grund solle die Einbahnstraßenregelung in der Schachtstraße, also beim Friedhof, bis zum Ferienende aufgehoben werden, sagte Bürgermeister Göcking. Einen Tag nach der Sitzung ergab sich allerdings schon eine neue Situation, wie der Rathaus-Chef der Frankenpost mitteilte: Da an der Schule ein Trafo ausgewechselt werden müsse, werde der Verkehr dort demnächst mit einer Ampel geregelt.

Spiegel und Windräder

Den Vorschlag von Roland Koffemane (CSU), während der Umleitungszeit den Schachtweg mit einem Parkverbot zu belegen, werde das Ordnungsamt prüfen, so Göcking. SPD-Sprecher Peter Gräf regte an, einen Verkehrsspiegel an der Einfahrt von der Rathausstraße zum Marktplatz anzubringen. Marion Stowasser-Fürbringer und Michael Fuchs wiesen darauf hin, dass die Spiegel in der Thiersheimer Straße und an der Einfahrt der Rosenstraße in die Marktredwitzer Straße „blind“ seien. Wie es um den Rückbau der Windräder am Schacht steht, soll auf Anfrage von Roland Werner geklärt werden. Bürgermeister Göcking informierte schließlich noch darüber, dass die Baustelle in der Rosenstraße abgeschlossen sei und die Kommunen präventiv dazu aufgerufen seien, Notfallpläne für die Energieversorgung zu erstellen.

 

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