Lehrstück in Sachen Bürokratie
Viele Auflagen
„Es gibt Regeln, an die man sich halten muss, das ist klar, und natürlich muss alles rechtssicher sein“, sagt der Hohenberger Bürgermeister Jürgen Hoffmann. „Wenn aber ein solches Projekt mit derart vielen Tücken behaftet ist, ist es logisch, dass sich Ehrenamtler das nicht mehr antun wollen.“ Und wer weiß, ob sich die Neuhauser Fußballfreunde all die Arbeit aufgebürdet hätten, hätten sie gewusst, was auf sie zukommt: Geh- und Fahrtrechte mussten notariell gesichert, eine Eingriffsbilanzierung nach der Bayerischen Kompensationsverordnung vorgenommen und die Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes eingehalten werden. um nur einige Hürden zu nennen. Für die Baugenehmigung war außerdem noch eine „Bescheinigung nach § 21 Prüfverordnung Bau“ notwendig. Als besonderer Ansporn und fett gedruckt unter dem amtlichen Reglement der Hinweis auf eine Geldbuße von bis zu einer halben Million Euro, sollten die Fußballfreunde irgendeine Auflage nicht beachten. „Es ging um ein ehrenamtliches Projekt, da muss man doch den Ball mal flach halten können“, sagt Jürgen Hoffmann.