Während Zeinab Hunger hat, muss Hussein gewickelt werden und Abdullah weint, weil er ein Bäuerchen machen muss. Ein Glück, dass Regine Schwarzer der Familie zur Seite steht.
Dreimal in der Woche kommt die Familien- und Mütterpflegerin von KoKi, der Koordinierenden Kinderschutzstelle in Stadt und Landkreis Hof, für mehrere Stunden vorbei. „Bei Drillingen ist jede Hand gefragt“, sagt sie. Ihre Hauptaufgabe ist, Familien oder Alleinerziehende bei der Pflege des Babys zu unterstützen, in Gesundheitsfragen zu beraten und bei der Organisation des Haushalts zur Seite zu stehen. Sie entlastet bei der Kinderbetreuung oder begleitet zu Ärzten. „Wenn die Mama mal duschen oder sich etwas ausruhen will , kümmere ich mich um die Kinder“, erklärt Schwarzer.
Die Babys gucken zufrieden, die kleine Wohnung der Familie ist blitzeblank, die junge Mutter sieht trotz der Müdigkeit gepflegt aus. Das bewundert die Mütterpflegerin: „Die Mama ist wirklich taff. Unglaublich, wie sie das schafft.“
Auch finanziell kommt die Familie gut über die Runden, erzählt der Vater: „Ich arbeite ja und wir bekommen Kindergeld.“ Schwierig ist es für die Familie, die im zweiten Stockwerk lebt, mit den Kindern aus dem Haus zu kommen. Der Aufwand, alle drei winterfest anzuziehen und in den Kinderwagen zu tragen, ist groß. Wenn die Familie dann unterwegs ist, zieht sie alle Blicke auf sich: „Die Passanten sprechen uns an und wollen die Kinder bewundern.“
Bald will die Familie umziehen, wenn eine größere Wohnung im Erdgeschoss gefunden ist. Weitere Kinder plant das Paar nicht: „Ich hoffe, dass wir in drei Jahren aus dem Gröbsten raus sind“, sagt der Vater.