Einblicke in den Pflegeberuf beim ASD e.V. Ausbildung mit Herz und Verstand

Im Dialog zwischen Auszubildenden und dem Betrieb wird eines schnell klar: Ausbildung in der Pflege ist mehr als nur Theorie und Praxis – sie ist ein Miteinander auf Augenhöhe. Pflege braucht Herz, Fachwissen und Teamgeist – das ist die Überzeugung von Jeanette Keil, Geschäftsführerin und Praxisanleiterin des ASD e.V. 

Im Interview macht Geschäftsführerin Jeanette Keil des ASD e.V.  deutlich, welchen hohen Stellenwert die Ausbildung in ihrer Einrichtung hat – nicht nur zur Fachkräftesicherung, sondern auch als Beitrag für eine menschlichere Pflege. Rund 500 Menschen werden in Stadt und Landkreis Hof durch die Hilfen des ASD e.V.  – Soziale Dienste in ihrem Zuhause unterstützt. 365 Tage im Jahr. 
„Unsere Azubis sind keine Mitläufer, sondern aktive Mitgestalter“, sagt Frau Keil. „Wir wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern echte Persönlichkeiten formen, die mit Verantwortung und Herz in der Pflege arbeiten.“
Dabei spielt gegenseitiges Lernen eine wichtige Rolle. Die Auszubildenden bringen frische Impulse und neue Denkansätze mit, die das gesamte Team bereichern. Gleichzeitig profitieren sie von der Erfahrung und Begleitung durch die Praxisanleitung – ein Zusammenspiel, das den Arbeitsalltag lebendig und entwicklungsstark gestaltet.

Warum bildet ASD e.V. Pflegekräfte aus?

Für den ASD e.V. ist Ausbildung nicht nur Pflicht, sondern Überzeugung. Ziel ist es, die Auszubildenden umfassend in die Pflege einzuführen –  sowohl fachlich als auch menschlich.
„Wir möchten, dass unsere Auszubildenden nach der Ausbildung nicht nur bleiben, weil sie müssen, sondern weil sie sich mit unserer Arbeit identifizieren“, erklärt Frau Keil. „Die Verbindung von Fachwissen, Praxisnähe und persönlicher Entwicklung ist unser Erfolgsrezept.“

So läuft die Ausbildung beim ASD e.V. ab

Seit der Pflegeberufereform 2020 ist die Ausbildung generalistisch ausgerichtet und umfasst alle Versorgungsbereiche – von der Kinder- über die Kranken- bis hin zur Altenpflege. Diese Vielfalt erleben auch die Azubis des ASD e.V. hautnah: Im Wechsel zwischen Theorie und Praxis lernen sie unterschiedliche Einrichtungen und Perspektiven kennen.
„Ein großer Teil des Lernens findet heute im Selbststudium statt“, so Keil. „Das erfordert viel Eigenverantwortung, wird aber durch intensive Begleitung und Teamarbeit bei uns gut aufgefangen.“

Was zählt in der Ausbildung –  aus Sicht der Praxisanleitung

Neben fundierter Theorie legt Frau Keil besonderen Wert auf soziale Kompetenzen:
„Fachwissen ist wichtig – aber ohne Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Leidenschaft geht es in der Pflege nicht. Wir suchen Menschen, die mit dem Herzen dabei sind.“
Auch der Wunsch, dass viele Auszubildende nach Abschluss im Betrieb bleiben, ist zentral. Denn sie kennen dann nicht nur die Abläufe, sondern sind bereits fester Bestandteil des Teams – eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Einblicke aus der Sicht der Auszubildenden

Neben der Sicht der Praxisanleitung sollen auch die Stimmen der Azubis Gehör finden. Ihre Erfahrungen zeigen, wie vielfältig und persönlich die Ausbildung beim ASD e.V. erlebt wird:

Doris, 49 Jahre –  Quereinstieg mit Leidenschaft

Doris kommt aus der Hauswirtschaft – heute steht sie mitten in der Pflegeausbildung. Für sie ist klar: „Die Dankbarkeit der Patienten und die Möglichkeit, mein Wissen praktisch umzusetzen, geben mir Sinn.“ Der Übergang war nicht immer leicht, aber mit Rückhalt aus der Familie und Motivation hat sie ihren Platz gefunden.
„Ich bin glücklich in einem hilfsbereiten, familiären ASD-Team zu arbeiten.“

Sandy, 36 Jahre –  Herausforderung Lernpensum

Für Sandy ist der größte Brocken der immense Lernstoff. Trotzdem bleibt sie motiviert, auch wenn sie heute sagt: „Hätte ich vorher gewusst, wie umfangreich das ist, wäre ich vielleicht Pflegehelferin geblieben.“ Trotzdem schätzt sie das familiäre Miteinander im Team sehr. „ASD ist wie eine große Familie.“

Stefanie, 36 Jahre –  Perspektivwechsel durch Ausbildung

Stefanie bringt bereits Pflegeerfahrung mit, sieht durch die Ausbildung aber neue Möglichkeiten – etwa im OP oder in der Psychiatrie.
„Mir gefällt die Abwechslung, die Nähe zu den Menschen und die Wertschätzung, die man zurückbekommt.“

Anna Lena, 18 Jahre –  Jung und engagiert

Nach der einjährigen Pflegehelferausbildung startete Anna Lena gleich durch in die dreijährige Ausbildung. Für sie ist Pflege nicht nur Versorgung, sondern echte Lebensbegleitung.
„Ich möchte, dass sich Menschen gesehen und gehört fühlen. Ich liebe es, zu helfen.“
Besonders begeistert sie sich für die pädiatrische Versorgung und die Altenpflege – Bereiche, in denen sie durch die Ausbildung wertvolle Einblicke erhält.

Der Wunsch für die Zukunft – ein starkes Team bleibt stark

Zum Abschluss des Interviews richtet Frau Keil noch einen persönlichen Wunsch an ihre Mitarbeitenden:
„Ich wünsche mir, dass unsere Belegschaft gesund, stabil, loyal und engagiert bleibt – und möchte einfach mal Danke sagen für das, was sie jeden Tag leisten.“
Fazit: Die Ausbildung beim ASD e.V. ist nicht nur fachlich fundiert, sondern geprägt von Menschlichkeit, Engagement und echter Teamarbeit. Hier wird Pflege gelebt – mit dem Kopf, den Händen und vor allem mit dem Herzen.

Expertenkontakt:
Benötigen auch Sie Unterstützung oder möchten sich in der Pflege engagieren?

Rufen Sie gerne an:
Jeanette Keil
Geschäftsführerin 
Tel. 09286 – 96230
Mehr Informatioen: www.asd-sozialedienste.de

Einladung zum  Filmabend am 20. Oktober im Central-Kino Hof

Im Rahmen der Wochen der seelischen Gesundheit zeigt die Alzheimer Gesellschaft Regionalgruppe  Hof/Wunsiedel e.V. als Kooperationspartner der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz im Hofer Land und ASD –Soziale Dienste e.V. den berührenden Film: „Heaven can wait – wir leben jetzt!“
Am 20. Oktober 2025,  18:30 Uhr im Central-Kino Hof, Altstadt 8 , Eintritt: 5 Euro
Kartenvorverkauf ab 6. Oktober im Central-Kino Hof  – Tel. 09281/142488 oder  online: www.kino-hof.de
Ein bewegender Filmabend über Lebensfreude, 
Mut und Zusammenhalt – wir freuen uns auf Sie!