Einbruch in Laden Unbekannte stehlen 40 hochwertige Fahrräder

 Quelle: Unbekannt

Schon wieder haben Einbrecher das Icehouse in Kulmbach heimgesucht. Die Polizei geht davon aus, dass erneut eine organisierte Bande zugeschlagen hat und sucht nach Zeugen.

Kulmbach - Es ist nicht das erste Mal, dass das Kulmbacher Fahrradgeschäft Icehouse von Einbrechern heimgesucht wurde. Anfang März 2017 haben Täter schon einmal reiche Beute gemacht. Fast auf den Tag genau vier Jahre später ist es jetzt wieder geschehen. Erneut sind den Dieben zahlreiche hochwertige Bikes in die Hände gefallen. Mindestens 40 waren es diesmal. Den Schaden schätzt die Polizei auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Bislang fehlt von den Tätern noch jede Spur. Die Ermittler der Kripo Bayreuth setzen nun darauf, dass Zeugen etwas beobachtet haben.

Wann die Bande genau zugeschlagen hat, weiß noch keiner. Aber es muss irgendwann am Wochenende gewesen sein. Was die Polizei bislang herausgefunden hat: Die Einbrecher sind mit brachialer Gewalt das Geschäft in der Fritz-Hornschuch-Straße 7 in Kulmbach eingedrungen. Durch eine Tür, an der sie Schaden in Höhe von geschätzten 300 Euro anrichteten, sind sie in den Laden gelangt. Mindestens 40 Fahrräder und einige Hundert Euro Bargeld haben sie mitgehen lassen. Wie viel genau, das muss nun das Team von Icehouse erst einmal prüfen. Fest steht: Nach Lockdown und nun schon wieder einem Einbruch ist der Chef genervt.

Wer 40 Fahrräder abtransportieren will, braucht dazu ein größeres Fahrzeug. Das muss in der Nähe abgestellt worden sein, und die Beladung muss auch einige Zeit gedauert haben. Doch über dieses Fahrzeug weiß die Polizei momentan noch ebenso wenig wie über den Zeitpunkt der Tat.

„Wegen Einbruch geschlossen“: Das stand schon einmal auf einem Schild im Schaufester des Geschäfts, nachdem dort am 2. März 2017 den Laden geplündert hatten. Hochwertige Fahrräder waren auch damals die bevorzugte Beute gewesen. Aber die Täter von damals haben auch Bekleidung mitgenommen, die ebenfalls bei Icehouse verkauft wird. Damals war die Bande in einer Nacht unter der Woche in den Laden eingedrungen, der zu dieser Zeit gerade erst von der Pestalozzistraße in die Fritz-Hornschuch-Straße umgezogen war. Kulmbach war Ende 2016, Anfang 2017, gleichmehrfach das Reiseziel von vermutlich organisierten Banden gewesen. Vor dem damaligen Einbruch ins Icehouse haben Täter Geschäfte in der Langgasse, Ecke Grabenstraße, gleich zwei Geschäfte aufgebrochen und ebenfalls Waren für Tausende von Euro mitgehen lassen.

Mindestens einer der Einbrecher, die für die Tat im März vor vier Jahren verantwortlich gewesen sind, wurde später geschnappt. Ein Mann aus Rumänien ist vom Bayreuther Schöffengericht im Mai 2018 zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Gericht stellte damals fest, es gebe Hinweise auf eine organisierte Bande aus Rumänien.

46 000 Euro Schaden war dem Kulmbacher Geschäft 2017 entstanden. Unter anderem 19 hochwertige Fahrräder hatten die Täter mitgehen lassen. Der verurteilte Täter und ein Komplize sollen für die Tat verantwortlich gewesen sein. Vom zweiten Mann bei dieser Tat fehlt aber weiterhin jede Spur. Auf die Spur des später Verurteilten war die Kripo dank einer DNA-Spur gekommen. In Österreich fand sich dann der entscheidende Hinweis, der zum Täter geführt hatte.

Dank eines internationalen Haftbefehls und eines Auslieferungsersuchens konnte der Mann in Bayreuth vor Gericht gestellt werden.

Auch damals hatten die Ermittler eine organisierte Bande im Blick, die angeblich bei Bremen einen Stützpunkt gehabt haben soll. Über familiäre Bande wurde gesprochen. Der Bruder des immer noch gesuchten zweiten Einbrechers, selbst einschlägig vorbestraft, soll dort auf großem Fuß gelebt haben. Aber Genaues wusste keiner, und auch Indizien, dass es noch weitere Einbrüche der selben Machart an anderen Orten gegeben hat, ließen sich nicht erhärten.

Sein Heimatland Rumänien sah der Verurteilte übrigens unmittelbar nach der Verhandlung. Die rumänischen Behörden hatten der Auslieferung nur unter der Bedingung ihre Zustimmung gegeben, dass der damals 42-Jährige seine Haft in der Heimat absitzen darf.

Fahrradgeschäfte und auch Optiker sind immer wieder das Ziel von Einbrecherbanden. In der Weihnachtszeit sind im Landkreis Kronach bei einem Händler 25 teure Räder geklaut worden. Der Polizei ist klar: Diese Banden gehen sehr planvoll vor. Dass wegen der Ausgangssperre nachts nun noch weniger Menschen auf der Straße sind, spielt ihnen zusätzlich in die Karten. Das Abtransportieren von Fahrrädern geht zudem leise vonstatten, wenn man vorsichtig ist.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat am vergangenen Wochenende im Bereich der Fritz-Hornschuch-Straße in Kulmbach verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Wer hat eventuell einen Transporter oder Personen gesehen, die mit dem jüngsten Einbruch in Verbindung stehen? Zeugen werden gebeten, sich mit der Kripo in Bayreuth unter der Telefonnummer 0921/506-0 in Verbindung zu setzen.

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