Eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten Abschied von Willi Raeithel

Willi Raeithel Foto:  

Eine Ära ist zuende: Willi Raeithel ist verstorben.

Fahrenbühl - Eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Geradlinig bei der Verfolgung seiner Ziele, den Blick stets nach vorn gerichtet. Gesellig, humorvoll, witzig konnte Willi Raeithel sein. Bei all seinem Denken, Handeln und Wirken stand jedoch immer eins im Vordergrund: die Pferde.

Jetzt ist eine Ära zu Ende gegangen. Der in der Region und weit darüber hinaus bekannte Pferdemann war Mitte Dezember nach kurzer schwerer Krankheit kurz vor seinem 83. Geburtstag verstorben.

Der gebürtige Schwarzenbacher Willi Raeithel war gelernter Metzger. Er ging ein Jahr auf die Walz und machte anschließend seine Meisterprüfung. Wenig später absolvierte er eine Kochausbildung und heiratete 1965 ins Jagdschloss Fahrenbühl ein. Im westfälischen Münster erwarb er 1972 die Reitlehrerlizenz. In den ersten Jahren war er als Koch im Familienbetrieb tätig. Ab 1978 widmete sich Raeithel immer mehr und irgendwann ausschließlich den Pferden, als Züchter, Reiter, Händler, Ausbilder, Turnierausrichter und Jagdveranstalter mit überregionaler Bekanntheit und Anziehungskraft.

Pferdemann durch und durch

Zur Trauerfeier im Freien auf der Wiese hinter dem Jagdschloss waren mehrere hundert Gäste erschienen, viele in Reitkleidung, einige hatten sogar ihre Pferde mitgebracht. Die Bläsergruppe „Hohes Fichtelgebirge“ umrahmte die Feier mit jagdlichen Klängen, darunter Raeithels Lieblingsstück „Adieu de la foret“.

Vor dem Sarg erinnerten ein Porträtbild des Verstorbenen, dazu seine Reitkappe, Handschuhe, Peitsche und Stiefel, daran, wie ihn die meisten Trauergäste kannten und in Erinnerung behalten werden: als Pferdemann durch und durch. kly

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