Der Minister selbst hatte am Wochenende in der "Rheinischen Post" die Bahn kritisiert, es habe im Rahmen von Wintersturm "Elli" zu viele Zugausfälle und Verspätungen gegeben. "Hier wird die Bahn sicherlich analysieren, wo es besonders gut Hand in Hand lief, und da, wo es etwas zu verbessern gibt, Abläufe weiter optimieren", sagte Schnieder. Gleichzeitig warb er für Verständnis, dass in solchen Extremlagen kein planbarer Normalbetrieb möglich sei.
In anderen Ländern klappt es besser
Doch andere Länder zeigen, dass das durchaus möglich ist: Auch in skandinavischen Ländern sowie in Österreich oder der Schweiz soll es hin und wieder schneien. Von einem Verkehrschaos auf der Schiene lesen die Fahrgäste dort aber selten. Diese Länder hätten einen deutlich besser ausgestatteten Maschinenpark und genügend Reservezüge, um den Verkehr aufrechtzuerhalten, betont Flege.
Die Bahn allerdings betont, die Situation in Deutschland sei mit diesen Ländern nicht vergleichbar. 3.000 Kilometer Schienennetz seien in diesen Tagen in Norddeutschland betroffen gewesen. Das entspreche dem Gesamtnetz in der Schweiz. "Wenn es dort ein Winterproblem gibt, dann auf 100 Kilometern, die man freifräst und anschließend wieder befahren kann."