Einstimmiges Votum Grünes Licht für EZD und Outlet in Selb

Direkt angrenzend an das bestehende Gebäude des EZD wird der Erweiterungsbau entstehen.     Links im Bild die Zufahrt und der Wendehammer. Foto: /Stadt Selb

Für Oberbürgermeister Pötzsch hat die Erweiterung des Forschungslabors Signalwirkung. Er gratuliert den Wissenschaftlern zu der guten Nachfrage aus der Wirtschaft.

Selb - Die anstehende Erweiterung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb ist für Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch ein Grund zu feiern. Wie der Oberbürgermeister in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch sagte, habe das Projekt mehrere Signalwirkungen. Der Bauausschuss stimmte dem Vorhaben zu und stellte eineBaugenehmigung in Aussicht.

Wie berichtet, soll das EZD um einen Labor- und einen Verwaltungstrakt erweitert werden, die mit zwei Passagen an das bestehende Gebäude angeschlossen werden. Insgesamt 5,1 Millionen Euro investieren das bayerische Wirtschaftsministerium und das Kunststoffzentrum SKZ, zu dem das Selber Forschungszentrum gehört, in die Erweiterung: 3,6 Millionen Euro für die Gebäude, 1,5 Millionen für die Laborausstattung. Das EZD, das sich als Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft versteht, will damit mittel- bis langfristig auch personell wachsen: von elf auf 30 Mitarbeiter.

Keine Bedenken

Bedenken vonseiten der Bauverwaltung gab es nicht, allerdings müssen noch weitere Nachweise zum Brandschutz, zur Standsicherheit und zu den Stellplätzen vorgelegt werden.

Pötzsch lobte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem EZD-Leiter Felipe Wolff-Fabris. Die Entscheidungen zum Bau des EZD hätten sich als richtig herausgestellt. Der Erfolg des Forschungszentrums sei die Basis für die jetzt anstehende Erweiterung. Die Stadtverwaltung habe dies gerne und mit voller Überzeugung begleitet. Die Investitionssumme von 5,1 Millionen Euro beweise auch, dass das EZD etabliert sei und eine große Nachfrage aus der Wirtschaft bestehe. Die Firmen hätten bereits viele Aufträge für die kommenden Jahre angemeldet. Pötzsch attestierte dem EZD, dass viele Unternehmen – auch aus Selb – von dem Know-how der Wissenschaftler profitierten.

Dank ans Ministerium

Der Dank des Oberbürgermeisters galt auch dem bayerischen Wirtschaftsministerium. Die hohe Förderung sei ebenfalls ein Signal dafür, wie wertvoll des EZD sei. Gerade die Forschung in Richtung antivirale Beschichtungen zeige, wie notwendig und auf die Zukunft ausgerichtet das Dispergierzentrum arbeite.

Walter Wejmelka (SPD) schloss sich dem an, fragte aber nach der Parksituation in dem benachbarten Wendehammer, der trotz Verboten von Lastwagenfahrern als Stellplatz genutzt werde. Er wollte auch wissen, ob es Neuigkeiten in Sachen Autohof gebe. Pötzsch antwortete, man werde dieses Problem wohl erst in den Griff bekommen, wenn der Autohof mit seinen Stellplätzen gebaut sei. Die Not der Lastwagenfahrer sei offensichtlich so groß, dass sie bereit seien, die Strafen in Kauf zu nehmen. Wann der Autohof gebaut werde, könne man aber noch nicht sagen.

Zwei neue Gebäude

Ebenfalls positiv nahm der Bauausschuss den Antrag der Munitor-Gruppe zum Bau von zwei weiteren Gebäuden im Outlet-Center in der Vielitzer Straße auf. Die Gebäude III und IV reichen von der Ecke Vielitzer-/Heinestraße bis etwa zum heutigen Zugang. Wortmeldungen gab es zu diesem Punkt allerdings nicht: Der Bauausschuss stimmte dem Bauantrag vorbehaltlich der weiteren Prüfung zu und stellte eine Genehmigung in Aussicht. Wie Bauamtsleiter Helmut Resch erläuterte, stimmen die beantragten Verkaufsflächen und Warensortimente mit den Festsetzungen des Bebauungsplanes überein. An der Ecke Heine-/Vielitzer Straße soll im Untergeschoss des Gebäudes 3 eine Reparaturwerkstatt entstehen, die dem Centermanagement dient. Dafür bedürfe es keiner Befreiung.

Die maximal zulässige Gebäudehöhe wird in einem Teilbereich um 90 Zentimeter überschritten, auch gebe es im mittleren Bereich eine geringfügige Überschreitung der Baugrenzen. Vorzulegen sei noch eine schalltechnische Untersuchung.

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