Einstimmiges Votum im Selber Stadtrat Bahnhofsviertel zum Wohlfühlen

Die fünf Bereiche des neuen Bahnhofsquartiers. Foto: Stadt Selb

Der Selber Stadtrat ist von dem Entwurf der Planungsbüros begeistert. Das gesamte Areal erhält ein neues Gesicht und Aufenthaltsqualität.

Selb - Einhellig hat der Selber Stadtrat das Planungskonzept für das Bahnhofsareal gebilligt. Großes Lob gab es für das Büro „Scherben bringen Glück“ und die Planungsgesellschaft Pauly + Fichter, die dem Gremium den Entwurf vorstellten.

Zum Hintergrund: Für die Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen 2023 wird das Gelände völlig neu geordnet und aufgewertet. Die Planung war Gegenstand des Europan 15-Wettbewerbs, aus dem „Scherben bringen Glück“ als Sieger hervorgingen.

Die Planer haben das Gelände in fünf Bereiche aufgeteilt: den Bahnhofsvorplatz, die Mobilitätsstation, den Quartiersplatz, den Birkenhain und das Aktive Band.

Von einem gut gelungenen Entwurf sprach Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Der Bahnhof sei für die Freundschaftswochen elementar wichtig. Den Planern sei es gelungen, die bestmögliche Nutzung mit den Ideen der Bürger zu verbinden – über eine Bocciabahn und einen Spielplatz bis hin zur Wegeverbindung zur Kappel. Dabei gehe man mit der Natur schonend um und erhöhe dennoch die Lebensqualität.

Lob gab es auch von Ramona Jülke-Miedl (Aktive Bürger), die für die Mobilitätsstation noch eine Toilette und eine Wickelmöglichkeit anregte. Walter Wejmelka (SPD) sagte, der Plan löse Begeisterung aus. Wahrlich euphorisch werde er, wenn noch eine Brückenverbindung zum Rosenthal-Park entstehen könne. Er fragte, ob der jetzige Zugang zu den Gleisen der einzige bleibe. Dies bejahte die Planerin Eun-A Pauly. Die Bahn habe sich ausbedungen, dass es keinen zweiten Zugang zum Bahnsteig geben soll. Wie Bauamtsleiter Helmut Resch anfügte, werde es immerhin keinen Metallzaun wie in Selb-Plößberg, sondern einen Grünstreifen geben.

Wolfgang Kreil (CSU) sagte, der Plan gefalle auch seiner Fraktion, vor allem die Verbindung von der Kappel über das Gelände in Richtung Innenstadt. Er sprach von einer guten, wenn auch etwas idealistischen Planung.

Kai Hammerschmidt (SPD) regte an, dass auch der Besitzer des Bahnhofsgebäudes mit ein bisschen Farbe zur Aufwertung beitragen könnte. Auch bat er darum, die Folgekosten nicht aus den Augen zu verlieren, die durch die spätere Pflege des Areals entstehen. Für den Bauhof allein sei dies sicher ein großer Aufwand. Bauamtsleiter Resch betonte, man sei mit dem Vermieter in ständigem Gespräch und helfe auch bei möglichen Zuschussanträgen.

Abschließend dankte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch dem Freistaat für die 90-prozentige Förderung, denn alleine „könnten wir uns das nicht leisten“.

Bahnhofsvorplatz

Auf dem Vorplatz sind zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Zugang zu den Gleisen ein Bocciafeld und ein kleiner Spielplatz vorgesehen. Beide Flächen sollen von Bäumen beschattet sein. Diese Freizeitflächen erhalten natürlich Bänke und werden mit einem gepflegten Grünstreifen vom Gleiszugang abgesetzt. Vor und hinter dem Bahnhof könnte demnach das Café eine Außengastronomie anbieten. Der Vorplatz selbst bleibt vom Autoverkehr frei und ist lediglich für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Wie die Planer sagten, soll vor allem der Blick auf das beeindruckende historische Gebäude frei bleiben. Gepflastert werden solle der Platz mit Betonsteinplatten.

Quartiersplatz

Der zentralen Quartiersplatz wird von einem Weg in zwei Bereiche geteilt: eine gekieste Erholungsfläche und eine gepflasterte Veranstaltungsfläche. Dort können zum Beispiel Flohmärkte, Open-Air-Veranstaltungen oder auch kleinere Feste, etwa für Kinder, stattfinden. Neben dem trennenden Weg ist an der rechten Seite zur Mobilitätsstation auch ein Weg vorgesehen, der über das „Aktive Band“ dann in Richtung Kappel führt. Die Ränder der beiden Bereiche werden teilweise bepflanzt, und auch für Sitzgelegenheit wird gesorgt sein.

Mobilitätsstation

Die Mobilitätsstation ist zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Quartiersplatz vorgesehen. Gleich anschließend an den Bahnhof findet sich ein mit Rasengittersteinen gepflasterter Parkplatz, der in einen privaten, für die Gewerbebetriebe vorgesehenen Bereich und einen öffentlichen Bereich mit neun Stellplätzen, einem Behinderten-Parkplatz sowie zwei Stellplätzen für Car-Sharing geteilt ist. Die eigentliche Mobilitätsstation schließt sich links davon an: Unter einem übergreifenden, von Oberlichtern durchbrochenen Dach sind drei Boxen mit Granitsockel und Holzlamellen angeordnet, in denen sich Toiletten, Fahrradstellplätze, Schließfächer, Informationswand und Sitzgelegenheiten befinden. Dieses Areal ist also die Verbindung der verschiedenen Verkehrsarten.

Birkenhain

Die Mobilitätsstation ist zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Quartiersplatz vorgesehen. Gleich anschließend an den Bahnhof findet sich ein mit Rasengittersteinen gepflasterter Parkplatz, der in einen privaten, für die Gewerbebetriebe vorgesehenen Bereich und einen öffentlichen Bereich mit neun Stellplätzen, einem Behinderten-Parkplatz sowie zwei Stellplätzen für Car-Sharing geteilt ist. Die eigentliche Mobilitätsstation schließt sich links davon an: Unter einem übergreifenden, von Oberlichtern durchbrochenen Dach sind drei Boxen mit Granitsockel und Holzlamellen angeordnet, in denen sich Toiletten, Fahrradstellplätze, Schließfächer, Informationswand und Sitzgelegenheiten befinden. Dieses Areal ist also die Verbindung der verschiedenen Verkehrsarten.

Aktives Band

Das „Aktive Band“ ist gedacht zum Flanieren und als Freiraum. Auf dem geplanten Weg, der nach Osten in Richtung Rosenthal-Park führt, sollen Spaziergänger und Radlfahrer zu ihrem Recht kommen. Vorgesehen sind auch ein Ruhebereich und ein Gebiet für eher sportliche Betätigungen, etwa zum Aufspannen von Slacklines oder zum Drachensteigen. Am westlichen Ende ist die Verbindung zur Kappel geplant.

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