Seit Beginn des 13. Jahrhunderts steht es hier, und es verbraucht heute für die Produktion von Gussteilen jährlich dreimal so viel Energie wie ganz Schwarzenbach an der Saale: im Eisenwerk Martinlamitz. Die 340 Mitarbeiter produzieren und vertreiben bis zu 50 000 Tonnen Teile aus Eisenguss pro Jahr. Aus einer Mischung von Roheisen und recycelbaren Metallabfällen entstehen unter anderem Bauteile wie Gehäuse für Achsen von Bussen, Lastwagen, Baggern oder Traktoren. Peter Seidel, Prokurist des Eisenwerkes, erklärt: „Wir verwerten die Schrottabfälle aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und von Stanzereien.“ Die Arbeiter schmelzen den Schrott ein und produzieren daraus etwas Neues. Das Schmelzen des Metalls ist ein wichtiger Schritt in der Produktion der Endprodukte; aber es ist nicht alles. Viele andere Schritte – fern von heißen Öfen und körperlicher Anstrengung – sind ebenso wichtig. Christopher Quick, stellvertretender Qualitätsstellenleiter, zeigt auf einem Rundgang, wie Eisen geschmolzen, gegossen und weiterverarbeitet wird.