Eishockey Der VER Selb müht sich zum ersten Testspielsieg

Gegen den Höchstadter EC gelingt dem müde wirkenden DEL2-Aufsteiger ein 5:4 nach Verlängerung. Groß ist die Sorge um Jan Hammerbauer.

Selb - Nach den knappen 3:4-Niederlagen am vergangenen Wochenende gegen Bad Nauheim und Dresden feierte der VER Selb am Freitagabend seinen ersten Testspielsieg. Gegen den Oberligisten Höchstadter EC musste der DEL2-Aufsteiger nach magerer Eishockey-Kost aber in die Verlängerung und traf dort erst 39 Sekunden vor der letzten Sirene zum 5:4 (2:0, 0:2, 2:2, 1:0)-Erfolg.

Hirschberger spielt für Höchstadt

Für zwei junge Spieler war die Partie eine ganz besondere. Maxim Kryvorutskyy, der 18-jährige, pfeilschnelle und einsatzfreudige Neuzugang der Wölfe, stand in der vergangenen Saison noch im Team der bis ins Oberliga-Playoff-Halbfinale vorgestoßenen Gäste. Und Maxi Hirschberger, 21-jähriger Stürmer des VER, trug als Förderlizenzspieler das Trikot des neuen Oberliga-Kooperationspartners. Das Spiel plätscherte lange Zeit ohne Höhepunkte dahin. Die Wölfe waren zwar optisch überlegen, ließen gegen die tiefstehenden Mittelfranken aber die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen. Das änderte nach 13 Minuten ein junger Verteidiger, der nicht gerade einen Ruf als Torjäger hat: Mauriz Silbermann kam hinter dem Tor an die Scheibe und überlistete den Ex-Selber Benjamin Dirksen. Und nur vier Minuten später ließ Jan Hammerbauer das 2:0 folgen. Auf der Gegenseite hatte Michel Weidekamp im Tor der Wölfe ein eher geruhsames erste Drittel.

Spiewok rettet die Wölfe

Dass die Höchstadter aber auch offensiv ihre Qualitäten haben, bewiesen sie mit zwei Treffern im Mittelabschnitt. Von den Wölfen, bei denen Hammerbauer nach einem Check in das Krankenhaus eingeliefert werden musste, kam in dieser Phase nicht mehr viel. Auch das Schlussdrittel ähnelte von Seiten der Wölfe eher einem kleinen Trainingsspielchen. Sie gingen zunächst zwar erneut in Führung, gerieten dann aber sogar in Rückstand und erzwangen erst spät den Ausgleich. In der Verlängerung rettete der junge Justin Spiewok die Hausherren vor dem K.o., ehe Thompson zuschlug.

VER Selb: Weidekamp (31. Spiewok) – Slavetinsky, Ross, Silbermann, Ondruschka, Walters, Gimmel, Böhringer, Halbauer - Aquin, Thompson, Boiarchinov, Gare, Deeg, Miglio, Gelke, Christmann, Hammerbauer, Woltmann, Klughardt, Kryvorutskyy.

Schiedsrichter: Harrer/Sicorschi. – Zuschauer: 447. – Tore: 13. Min. Silbermann (Thompson, Gare), 17. Min. Hammerbauer (Walters, Gare) 2:0, 23. Min. Herm 2:1, 31. Min. Cejka 2:2, 44. Min. Aquin (Ross) 3:2, 48. Min. Vojcak 3:3, 58. Min. Neugebauer 3:4, 59. Min. Boiarchinov (Deeg, Thompson) 4:4, 65. Min Thompson (Aquin, Slavetinsky; 3-3) 5:4. – Strafminuten: Selb 10, Höchstadt 4.

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