Eishockey: Führungswechsel Eisbären ziehen am VER Selb vorbei

Wie vernagelt war das Weidener Tor am Freitag für die Selber um Rückkehrer Richard Gelke (rechts). Foto: /Mario Wiedel

Regensburg übernimmt die Tabellenspitze in der Eishockey-Oberliga Süd

Selb - Kurz vor Ende der Hauptrunde in der Eishockey-Oberliga Süd hat es einen Führungswechsel gegeben: Die Eisbären Regensburg stehen seit Sonntagabend an der Tabellenspitze und haben damit den VER Selb auf Rang zwei verdrängt. Nach der 2:3-Derbyniederlage in Weiden hatte sich das für die Truppe von Coach Herbert Hohenberger schon angebahnt. Am spielfreien Sonntag mussten die Selber dann tatenlos zusehen, wie die Oberpfälzer den EV Füssen mit 5:0 abfertigten, ihren 16. Heimsieg in Folge feierten und mit nunmehr einen Punkt Vorsprung am VER vorbeizogen.

Zwei Monate auf Rang eins

Zwei Monate lang waren die Selber auf dem Platz an der Sonne gestanden, nachdem sie diesen mit einem 4:3-Sieg gegen Memmingen am 18. Dezember 2020 übernommen hatten. Nicht zuletzt auch, weil die Eisbären corona-bedingt einige Partien verschieben mussten und somit dem Rivalen aus Oberfranken kampflos den Vortritt lassen mussten. Die Selber spielten weiterhin eine starke Runde und hielten den Topfavoriten der Oberliga Süd lange Zeit auf Distanz. Doch seit Wochen schon holten die Regensburger Punkt um Punkt auf, weil sie ihre Nachholspiele siegreich bestritten. Mit den jüngsten Erfolgen in Passau und gegen Füssen schraubten sie ihre Erfolgsbilanz auf stolze 28 Siege in 31 Partien – und stehen jetzt nicht unverdient auf Rang eins in der Oberliga Süd.

Vorteil Eisbären Regensburg

Doch noch ist alles offen an der Tabellenspitze, auch wenn nur noch wenige Partien in der Hauptrunde absolviert werden. Regensburg (75 Punkte) hat noch fünf offene Spiele, der VER Selb (74) vier und der Tabellendritte Starbulls Rosenheim (66) sogar noch sechs. Die Selber müssen ihre Begegnungen gegen Höchstadt (Heimspiel/ 26. Februar), Passau (Auswärtsspiel/ 28. Februar), Lindau (A/7. März) und Riessersee (H/16. März) allesamt gewinnen, wenn sie noch auf Rang eins klettern und damit die beste Ausgangsposition für die Playoffs erreichen wollen.

Dazu müssten allerdings die Eisbären Regensburg in ihren fünf ausstehenden Partien noch zweimal patzen: Deggendorf (H/26. Februar), Peiting (A/28. Februar), Landsberg (A/2. März), Weiden (A/7. März) und Höchstadt (H/16. März). Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die zuletzt starken Oberpfälzer bis zum Hauptrundenfinale am 16. März ihre Spitzenposition verteidigen werden.

Harter Kampf um Playoffs

Auf Ausrutscher von Regensburg und Selb muss vor allem Rosenheim hoffen, wenn die Oberbayern die Ränge eins und zwei schaffen wollen. Sie spielen noch gegen folgende Teams: Peiting (H/23. Februar), Passau (H/26. Februar), Deggendorf (A/28. Februar), Peiting (A/2. März), Riessersee (A/7. März) und Weiden (H/16. März). Dabei muss vor allem Selb aufpassen, den sicherlich für die Playoffs nicht unbedeutenden zweiten Rang nicht noch zu verlieren.

Einen harten Kampf wird es auch um die Playoff-Plätze vier bis zehn geben, denn noch haben einige Teams bis zu acht Partien auszutragen, sodass die Tabelle mächtig durcheinandergewirbelt werden kann. EV Füssen, EHF Passau und HC Landsberg dürften hingegen schon aus dem Rennen sein.

Die Playoffs

Die Playoffs in der Eishockey-Oberliga Süd beginnen gleich nach dem Ende der Hauptrunde mit den Partien des Siebten gegen den Zehnten und des Achten gegen den Neunten (jeweils Hin- und Rückspiel). Danach steigen die Viertel- und Halbfinals, ehe es zum Endspiel um die Meisterschaft in der Oberliga Süd kommt. Gespielt werden diese Duelle dann jeweils im Modus „best of five“. Das heißt, dass drei Siege in fünf Partien zum Weiterkommen nötig sind.

Doch bis dahin dauert es noch: Nun gilt es erst einmal, die Hauptrunde erfolgreich zu beenden. Dabei hofft der VER Selb im Schlussspurt auf vier eigene Siege – und insgeheim auch auf Patzer des schärfsten Rivalen aus Regensburg.

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