Mangelhaft Neuer Asphalt für den Eisteich

Das kann so nicht bleiben: Bei den Asphaltierungsarbeiten der Eisteich-Zufahrt lief einiges schief – Foto: /Thomas Neumann

Die Zufahrt wurde mangelhaft geteert, nun muss die Stadt für einen Ersatz sorgen. Wann das umgesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Derweil laufen die Planungen für Skatepark und Co. weiter.

Hof - Unser Eisteich soll schöner werden: Das ist seit Jahren das erklärte Ziel vieler Beteiligter – und da ist erstens schon viel passiert und es wird zweitens noch einiges kommen. Eine Sache lief allerdings schief, das kam nun heraus: Die Asphaltierungsarbeiten der Zufahrt sind nicht so abgeliefert worden, wie die Stadt Hof das in Auftrag gegeben hatte. Nun geht es um Schadensbegrenzung.

Bereits Anfang des Monats hatte Herbert Groh vom städtischen Bauamt den Missstand im Bauausschuss des Hofer Stadtrats mitgeteilt – ebenso wie die Tatsache, dass jenes Malheur seiner Ansicht nach leider nicht so behoben werden kann wie erwartet. Das hatte einigen Unmut unter den Stadträten ausgelöst.

Die Asphaltfläche ist nicht so eben und gleichmäßig, wie sie sein sollte:“Es geht hier um vier bis sechs Millimeter auf eine Länge von vier Metern“, erklärt Groh im Frankenpost-Gespräch. Trotzdem: Damit ist der Auftrag aus städtischer Sicht nicht zur Zufriedenheit erfüllt. Die Verwaltung hatte bereits ein anderes Unternehmen beauftragt, nachzuarbeiten: Als sogenannte Ersatzvornahme kann die Verwaltung das bei einem erwiesenen Mangel tun und dem ursprünglich beauftragten Unternehmen in Rechnung stellen. Das Problem nun: Auch die Firma, die die Ausbesserungsarbeiten hätte vornehmen sollen, kündigte an, das nicht umsetzen zu können.

Exaktes Arbeiten trotz Frost

Problem ist die fortgeschrittene Jahreszeit: „Bei diesen Temperaturen ist exaktes Arbeiten bei Asphaltierungsarbeiten schwierig“, erklärt Herbert Groh. Sein Vorschlag an die Stadträte lautete daher, die Fläche am Eisteich vorerst nicht in Angriff zu nehmen – und dafür einen Hofer Straßenabschnitt auszubessern, der es nötig hat. Grundgedanke: Jetzt, wo man schon mal eine Asphaltierungsfirma an der Hand habe, die Zeit hat (und die Finanzmittel ohnehin im Haushalt eingeplant sind), könnte man ja zumindest irgend eine passende Stelle im Stadtgebiet asphaltieren, bevor man die bereits vergebene Leistung ungenutzt verstreichen lässt. Die Mitglieder des Bauausschusses aber hielten überhaupt nichts von diesem Vorgehen.

Noch in der öffentlichen Sitzung kippte SPD-Fraktionschef Florian Strößner das Vorhaben. Und zwar in deutlichen Worten: Er halte überhaupt nichts davon, sagte er rundheraus. Und zwar erstens wegen der Sache selbst – es gehe schließlich um den Eisteich. Und zweitens wegen der Form, in der das Ganze den Stadträten vorgestellt wurde: nämlich im Rahmen einer umfangreichen Sachstandsinformation des Bauamts, in der es auch um Reinhart-Gymnasium und Zoo-Kanalisation ging (die Frankenpost berichtete). So wurde das Thema vertagt, und jüngst in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen.

Der Eisteich hat Vorrang

In jener Sitzung vor Kurzem, so ist aus dem Kreis der Beteiligten zu erfahren, bekamen die Stadträte genauere Hintergründe zum Schadensbild und zum Stand der Dinge genannt. Das Ergebnis der Diskussion indes erklärt Herbert Groh auf Frankenpost-Nachfrage: „Wir haben die Firma, die die Ausbesserungsarbeiten umsetzen soll, noch einmal gebeten, sich zur Ausführbarkeit zu äußern.“ Konkret: Der Eisteich hat Vorrang, so haben die Stadträte entschieden, nun warte man im Bauamt darauf, was die beauftragte Firma dazu sagt. „Hier werden noch Gespräche stattfinden, wann genau die Arbeiten nun ausgeführt werden können“, erklärt Herbert Groh. Am Eisteich-Gelände ist schließlich noch einiges andere geplant.

Wie ausführlich berichtet, soll hier nächstes Jahr der zweite Bauabschnitt des neuen Begegnungs- und Freizeitsportzentrums beginnen: Die Stadt Hof möchte hier Außenanlagen errichten, die unter anderem Skatepark, Rad-Parcours und Outdoor-Fitnessgeräte enthalten.

 

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