Der Spaß dürfte auch dem letzten Spieler der Jokers (engl. für Witzbolde) vergangen sein. In der sengenden Hitze (Temperaturen von 38 Grad im Schatten) des Bamberger Fuchs-Park-Stadions werden die Hofer Bayernliga-Footballer am Sonntag nach allen Regeln der Kunst in ihre Einzelteile zerlegt – der vorzeitige Klassenerhalt ist fürs Erste vom Tisch. An der Seitenlinie der Saalestädter kochen infolgedessen die Emotionen hoch. Die 7:24 (0:0, 0:6, 0:6, 7:12)-Niederlage im Oberfranken-Derby bei den Bucks offenbart schonungslos die eklatanten Leistungsunterschiede zwischen Defensiv- und Offensivabteilung. Während die Verteidigung der Jokers die Bamberger Big-Play-Offense (auf riskante Spielzüge mit großem Raumgewinn ausgelegt) bei zwei soliden zwölf Punkten hält, erzielt der Angriff um den schwachen Quarterback Florian Jüngel keinen einzigen – und leistet sich zusätzlich gleich fünf Interceptions, von den zwei ins die eigene Endzone zurückgetragen werden. Der Geduldsfaden der Hofer Verteidiger reißt, es kommt zu hitzigen und lautstarken Wortgefechten an der Seitenlinie der Jokers.