Dass Kleinigkeiten entscheiden könnten war bereits vorm Kellerduell zwischen der SpVgg Bayern Hof und der DJK Gebenbach in der Fußball-Bayernliga Nord vermutet worden. Tatsächlich sorgten bei frostigen Temperaturen am Samstagnachmittag die Nerven vom Elfmeterpunkt für die Entscheidung: Während die formstarken Gäste ihren Strafstoß sicher verwandelten, scheiterten die Gastgeber – wie schon in der Vorwoche in Kornburg (Hof verlor ebenfalls mit 0:1) – kurz vor Abpfiff. Durch die dadurch besiegelte 0:1-Niederlage im letzten Spiel des Kalenderjahres steuern die Hofer Bayern auf eine ungemütliche Winterpause zu. Der Abstand aufs rettende Ufer bedrängt nun fünf Punkte. Hofs Cheftrainer Henrik Schödel ärgerte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel maßlos über die Leistung des Schiedsrichters, der „jede 50:50-Entscheidung“ gegen Hof entschieden hätte. „Da muss ich mich wirklich fragen, ob das unparteiisch ist“, schimpfte der 56-Jährige. Er stellte aber auch klar, dass er die Schuld nicht beim Referee suche und seine Mannschaft wegen der zahlreichen Möglichkeiten dennoch hätte gewinnen müssen. Er sei sogar „sprachlos“, dass sein Team das Feld nicht als Sieger verlassen habe. Es fehle einfach an der Kaltschnäuzigkeit. Auch Gebenbachs Übungsleiter Markus Kipry konstatierte, dass seine DJK „glücklich gewonnen“ habe.
Elfmeterdrama 2.0 Bitteres Hofer Déjà-vu
Christian Dreßel 30.11.2024 - 16:39 Uhr