EM am Montag Hof-Coach fordert Mut von Tschechien

Roman Pribyl glaubt an einen Erfolg der tschechischen Nationalmannschaft. Foto: /Dirk Meier

Am Montag steigt auch das deutsche Nachbarland in die Fußball-EM ein. Roman Pribyl, der Coach der SpVgg Bayern Hof, sieht die Vorbereitung seines Heimatlandes kritisch. Aber mit einer Tugend könne das Team auch am Montag erfolgreich sein.

Hof - Während am Samstag die EM-Spiele liefen, stand Roman Pribyl beim Fußball-Bayernligisten SpVgg Bayern Hof auf dem Trainingsplatz. Am Montag wird er sich aber sicherlich die zwei Stunden am Nachmittag nehmen, wenn sein Heimatland in den Wettbewerb eingreifen wird. Denn am dritten EM-Tag stehen wieder drei Spiele an.

Den Auftakt des Tages bildet eben jener Vergleich zwischen Schottland und Tschechien (15 Uhr, in Glasgow/Magenta TV): „Ich bleibe positiv“, sagt Pribyl. Die leichte Skepsis in seinen Worten rührt daher, dass die Vorbereitung der tschechischen Nationalmannschaft nicht optimal verlief. Auf einen 3:1-Sieg gegen Albanien folgte eine deutlich 0:4-Niederlage gegen Italien. „Selbst das Spiel gegen Albanien war nichts Besonderes“, sagt der Hofer Coach. „Aber wenn es um alles geht, hoffe ich darauf, dass sie sich zusammenreißen. Sie müssen mit Herz spielen.“ Allerdings dürften die Schotten, die Heimrecht in Glasgow besitzen, etwas dagegen haben. „Die sind sehr schwer einzuschätzen“, sagt Pribyl. „Eine körperlich sehr gute Mannschaft. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns.“ Sein Tipp: 2:1 für seine Heimat.

Die Rollen im zweiten Spielen zwischen Polen und der Slowakei (18 Uhr, St. Petersburg, ARD) ist aus Pribyls Sicht klarer verteilt: „Die Polen und auch die polnische Liga hat in den letzten Jahren ein gutes Niveau erreicht. Sie gewinnen das Spiel 2:0.“ Womöglich mit zwei Toren von Weltfußballer Robert Lewandowski? „Das wäre schön“, so der Hofer Trainer. „In der Nationalmannschaft hat er aber eben das Problem, dass er nicht so gute Mitspieler hat wie bei Bayern München.“

Zahlreiche Elite-Spieler des Kontinents treffen am Abend aufeinander, wenn Spanien auf Schweden (21 Uhr, in Sevilla, ZDF) trifft. „Das geht ganz klar 3:0 für Spanien aus“, sagt Pribyl voraus. „Auch weil es keine Ibra-Show geben wird.“ Denn die Schweden haben auf eine Nominierung von Zlatan Ibrahimovic verzichtet.

Damit könnte Spanien zum Turnierfavoriten aufschwingen. Den Titel holt – so tippt Pribyl – aber nicht das Team von der iberischen Halbinsel, sondern ein anderes Team: „Italien ist mein Favorit“, sagt er deutlich, „weil mir gefällt, wie organisiert sie Fußball spielen und genau wissen, was sie wollen. Das ist schon ein Wahnsinn, was sie auf dem Platz zeigen.“ Seine zweite Heimat Deutschland hat er aber auch noch auf der Rechnung: „Die Prognosen sind zwar nicht so gut, aber Deutschland ist immer eine Turniermannschaft.“

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