EM Matthäus: Auch Journalisten sollten DFB-Team unterstützen

Deutschlands Trainer Julian Nagelsmann gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Christian Charisius/dpa

In der Debatte um Manuel Neuer bezieht Lothar Matthäus Stellung. Vom kritischen Umgang mit dem DFB-Team hält er so kurz vor der EM nicht viel.

 
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München - Dem deutschen Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ist die mediale Stimmung rund um das DFB-Team unmittelbar vor Beginn der Heim-EM zu negativ. "Wenn wir eine erfolgreiche EM spielen wollen, haben auch wir als Experten und Journalisten gewissermaßen die Aufgabe und die Verpflichtung, die Mannschaft zu unterstützen. So kenne ich es aus anderen Ländern. Dort werden zwar auch Schlagzeilen gemacht, aber zum Spiel hin wird die Mannschaft wieder unterstützt", schrieb Matthäus am Montag in seiner Kolumne bei Sky.

Der 63-Jährige bezog sich damit auf die Debatte um Torhüter Manuel Neuer, der nach dem groben Patzer beim 2:1 gegen Griechenland zuletzt hinterfragt wurde. "Sie hilft uns nicht weiter. Man kann Neuer für seinen Fehler in Madrid oder gegen Griechenland kritisieren, aber man kann ihn auch für seine Paraden gegen die Griechen loben. Wir Deutsche haben den Hang, häufig die negativen Geschichten zu sehen", sagte Matthäus. Er habe Neuer zwar auch kritisiert. Aber irgendwann müsse es "gut sein", forderte der TV-Experte.

Matthäus lobte die verbesserte Außendarstellung des DFB-Teams im Vergleich zur WM 2022 in Katar. "Nagelsmann hat einen Punkt gemacht, Rudi Völler auch. Das gefällt mir. Während der WM in Katar hat man keine Punkte gemacht, sondern alles hat sich in die Länge gezogen wie ein Kaugummi. Genau das sollten wir vermeiden, sonst geht alles wieder los wie früher", sagte er. Im Eröffnungsspiel in München trifft das DFB-Team am Freitag (21.00 Uhr/ZDF/MagentaTV) auf Schottland.

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