Empfang in Waldershof Mit Rieseninvestitionen ins neue Jahr

Bürgermeisterin Margit Bayer im Gespräch mit Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht. Mit auf dem Bild (links) Margit Bayers Ehemann Matthias Bayer. Foto: Oswald Zintl

Bürgermeisterin Margit Bayer nutzt den Neujahrsempfang, um den außerordentlich erfolgreichen Unternehmen für ihre Standorttreue zu danken. Dieser wirtschaftliche Erfolg ermöglicht der Stadt Waldershof dringend notwendige Projekte umzusetzen.

Die Zukunft liegt in den Händen jedes Einzelnen. Mit einem Appell und einer persönlichen Botschaft wandte sich Bürgermeisterin Margit Bayer beim Neujahrsempfang der Stadt Waldershof im Katholischen Pfarrheim an über 175 Gäste: „Für Glück, Erfolg und Freude muss man sich jeden Tag aufs Neue ganz bewusst entscheiden und dann entsprechend handeln. Lassen Sie uns das in unserer Stadt gemeinsam tun.“ Diesen Wunsch an die Gäste und die gesamte Bevölkerung unterstrich Bayer mit einem Zitat ihres Lieblingsdichters Hermann Hesse: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Und damit war auch die Brücke geschlagen zur Überschrift des Neujahrempfangs: „Ein zauberhaftes Jahr 2023.“

Zauberhaft ist auch ein Blick auf die Finanzsituation der Stadt: Stolz verkündete Margit Bayer, dass Waldershof bayernweit den sechsten Platz unter 2056 Kommunen bei den Pro-Kopf-Einnahmen einnimmt.

16,4 Millionen Euro Einnahmen

Bezüglich der finanziellen Ausstattung der Stadt erinnerte das Stadtoberhaupt daran, dass im Jahr 2021 die Gewerbesteuereinnahmen bei 18,6 Millionen lagen und bei 16,4 Millionen Euro im Jahr 2022. „Damit konnten wir 19,5 Millionen Euro der städtischen Rücklage zuführen und haben mit 7,3 Millionen Euro Kreisumlage einen erheblichen Teil zu den Gestaltungsmöglichkeiten des Landkreises beigetragen“, freut sich die Bürgermeisterin und ergänzte: „Das haben wir unseren erfolgreichen und zukunftsorientierten Unternehmern und Gewerbetreibenden zu verdanken“.

Unter diesen derzeit guten finanziellen Voraussetzungen werden nun viele Pflichtaufgaben vorangetrieben. Als Beispiele nannte das Stadtoberhaupt unter anderem die Sanierung der Jobst-vom-Brandt-Schule mit einer Kostenschätzung von über zehn Millionen Euro, den Neubau des sieben-gruppigen Kinderhauses mit einem Finanzvolumen von über sieben Millionen Euro, den Anbau des Feuerwehrgerätehauses mit Schätzkosten von zwei Millionen Euro sowie umfangreiche Straßen-, Kanal- und Wasserleitungssanierungen. In diesem Zusammenhang dankte die Bürgermeisterin allen Stadträten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Ein Albtraum

Margit Bayer erinnerte in ihrer Ansprache an den letzten Neujahrsempfang im Januar 2020 in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule. „Im Leben hätte sich damals keiner erträumt, was da auf uns zurollt und welche außerordentlichen Erfahrungen und Herausforderungen zu bewältigen waren. Insgesamt war es wohl eher ein Albtraum als eine optimistische Zukunftsvision. Selbst im Rückblick mutet all das eher wie ein großer, fauler Zauber an: Pandemie, Lockdown, Einschränkungen, Todesfälle, Corona-Welle um Corona-Welle, ein Krieg mitten in Europa, Handelsbeschränkungen, Aufrüstung, Lieferengpässe, Preissteigerungen, massive Inflation, Energiekrise, Klimakrise, Blackout-Szenarien.“

Es seien in vielerlei Hinsicht harte Zeiten gewesen und sie seien es auch weiterhin, so die Bürgermeisterin. „Diese bringen jedoch auch immer Menschen hervor, die über sich hinauswachsen. Menschen, die bereit sind zu helfen und anzupacken. Insbesondere die Flüchtlingswelle in Zusammenhang mit der Ukrainekrise hat in unserer Stadt solche Menschen hervorgebracht. Bayer weiter: „Es sind die wahren Helden des Jahres 2022.“ Das letzte Jahr war laut Bayer – trotz aller weltpolitischen Widrigkeiten – die Zeit, in der das gesellschaftliche Leben endlich wieder erwachte. Sie erinnerte dabei an zahlreiche Vereinsfeste und Veranstaltungen wie etwa das Hammerrangfest, das Stadtparkfest, das „Dinner in weiß“, die Schlemmermeile sowie den Oster- und Weihnachtsmarkt. Dank sagte sie an alle ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren in den Vereinen sowie den Referentinnen für Veranstaltungen Angela Burger und Michaela Härtl. „Insbesondere Angela hat sich mit so viel Herzblut und fantastischen Ideen intensiv eingebracht. Ein Segen für unsere Stadt“, ergänzt Bayer.

Ortsumgehung schneller fertig

Zum Schluss ihrer Ausführungen erinnerte Margit Bayer an den Spatenstich zur Ortsumgehung im September 2020 mit der Aussage, dass die Bauzeit etwa zehn Jahre betragen werde. Diese Aussage gehört der Vergangenheit an. Nach Auskunft des Staatlichen Bauamtes stellt die Bürgermeisterin zufrieden fest: „Die Umgehung wird im Jahr 2026 fertig.“ Ein Dank ging hier besonders an Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht für deren Unterstützung.

Tobias Reiß und der stellvertretende Landrat Alfred Scheidler dankten Margit Bayer und ihrem Team für die Arbeit und das zu erkennende Wirgefühl in Waldershof.

Der Neujahrsempfang wurde musikalisch von der Kellerband umrahmt und war mit Kunststücken des Magiers Marco Knott garniert. Für das leibliche Wohl sorgte Matthias Kastner und die Familie Kaiser kredenzte den Waldershofer Zaubertrank, den Original Dameradl-Zoigl.

Der Neujahrsempfang bietet seit jeher die Chance zum Austausch und zu Diskussionen. So auch diesmal. Unter anderem diskutierten die Verantwortlichen der örtlichen Feuerwehren über den Anbau am Gerätehaus. Dabei erinnerte Kommandant Stefan Müller daran, dass 2026 die Wehr ihr 150. Gründungsjubiläum feiert. Viele Vereinsvorstände sprachen Termine ab und Schulleiter tauschten sich über die Arbeit in den Schulen aus.

Vor dem Beginn hatte Bürgermeisterin Margit Bayer die ankommenden Gäste an der Eingangstür per Handschlag begrüßt – und auch manch innige Umarmung gab es dabei .

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