Meyer sagte, auch in diesem Punkt habe unter den Ländern Einigkeit geherrscht: "Wir wollen eine Förderung weiterhin für kleine Dachsolaranlagen." Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Goldschmidt wandte sich zudem gegen Überlegungen des Bundes, den Schwerpunkt stärker auf große Freiflächenanlagen zu legen.
Strategische Gasreserve
Auch die Versorgungssicherheit spielte bei der Konferenz eine wichtige Rolle. Die Energieministerinnen und -minister sprachen sich für den Aufbau einer strategischen Gasreserve für Krisenfälle aus. Sachsen-Anhalts Energieminister Willingmann verwies auf die Erfahrungen der Energiekrise 2022 und warnte davor, erneut in Versorgungsschwierigkeiten zu geraten. Es gehe dabei nicht um dauerhaft maximal gefüllte Speicher, sondern um abgesicherte Reserven für Krisenfälle.
Ob eine solche strategische Gasreserve tatsächlich kommt, ist noch offen. Hintergrund ist das Auslaufen der aktuellen Regelungen zu Mindestfüllständen der Gasspeicher im kommenden Jahr. Die Regierungskoalition hat sich vorgenommen, dafür neue Instrumente zu entwickeln.
Senkung der Stromsteuer
Zudem appellierten die Länderenergieminister an die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag zugesagte Senkung der Stromsteuer zügig umzusetzen. Bislang wurde die Stromsteuer nur für die Industrie, das produzierende Gewerbe sowie für die Land- und Forstwirtschaft gesenkt – nicht aber für private Haushalte und alle Unternehmen. Die Länder forderten die Bundesregierung auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen.