Entscheidung gefallen Keine Budenstadt in Selb

Jetzt werden die Buden auf dem Martin-Luther-Platz wieder abgebaut. Foto: Florian Miedl

Auch die Stadt Selb sagt ihren Weihnachtsmarkt ab. Die bereits aufgebauten Stände in der Innenstadt werden wieder abgebaut.

Selb - „Es wird in Selb keinen Weihnachtsmarkt geben.“ Mit diesem Satz reagiert Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch am Freitagmittag auf die Ankündigungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen. Wie Pötzsch sagte, unterliege man natürlich den Entscheidungen aus München. Bis Freitag galt noch der Beschluss des kombinierten Haupt- und Bauausschusses, dass die Selber Porzellanweihnacht unter Anwendung der 2G-Regel stattfinden soll. Der Marktbereich sollte eingezäunt werden, Zutritt war nur für Geimpfte und Genesene geplant. Das ist nun alles Makulatur.

Die jetzt von Ministerpräsident Söder angekündigten Maßnahmen stünden natürlich über denen der städtischen Gremien, sagte Pötzsch, der sich bereits am frühen Freitagnachmittag mit seinem Krisenstab zusammensetzte. „Wir können uns nur fügen, der Markt wird nicht stattfinden.“ Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes werden nun anrücken und die bereits aufgestellten Buden auf dem Martin-Luther-Platz in der Innenstadt wieder abbauen. „Wir werden die Entscheidung konsequent in der Praxis umsetzen. Ich hoffe auch, dass damit die Inzidenzen wieder in den Griff zu bekommen sind“, sagte Pötzsch.

Weitere Beratungen

Allerdings handele es sich momentan noch um eine Vorinformation aus München, die endgültige Entscheidung werde der Landtag treffen. „Aber wir stellen uns auf das ein, was jetzt angekündigt ist.“

Und das Maßnahmenpaket, das laut Söder in den Raum gestellt hat, habe natürlich weitere Auswirkungen in den unterschiedlichsten Bereichen, sagt der Selber Oberbürgermeister: so etwa auf die Volkshochschule, das Kino oder das Rosenthal-Theater. Man werde nun in den kommenden Tagen entscheiden müssen, welche Veranstaltungen sich betriebswirtschaftlich noch halten lassen. Betroffen seien auch Veranstaltungen, zu denen die Stadt bereits eingeladen habe, zum Beispiel Ehrungen oder Informationsveranstaltungen. „Wir werden heute, am Montag und Dienstag natürlich in weiteren Besprechungen über das Vorgehen und die Planungen beraten.“ Sobald dann ein genauerer Bescheid vorliege, werde die Stadt auch entsprechend reagieren, sagte Pötsch.

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