Er betreut Menschen mit Behinderung Gestatten, Lenny, der Werkstatt-Hund

Die Werkstatt in Himmelkron hat einen ganz besonderen Mitarbeiter: Einen „Frops“. „Er ist Lehrer, Mutmacher und Arbeitshelfer zugleich“, sagt seine Besitzerin

Mit seiner Besitzerin, Sozialpädagogin Anna Fiebich, bringt Lenny tiergestützte Pädagogik in die Werkstatt und hilft so, Menschen mit Behinderung individuell zu fördern. Foto: Diakoneo

In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Himmelkron gibt es jetzt einen besonderen Mitarbeiter: Lenny, ein fünfjähriger „Frops“, eine Mischung aus französischer Bulldogge und Mops, ist als pädagogischer Begleithund im Einsatz. „Lenny ist für uns nicht nur ein Hund, sondern ein Lehrer, ein Mutmacher und Arbeitshelfer “, sagt Besitzerin Anna Fiebich. Lenny ist zum Pädagogik-Begleithund ausgebildet worden und hat als Co-Therapeut eine besondere Wirkung: Er fördert Konzentration, stärkt Selbstbewusstsein und unterstützt die Menschen bei der Schulung von Feinmotorik und Sprachverständnis.

Nach der Werbung weiterlesen

„Manchmal genügt es, dass Lenny einfach da ist. Hunde reagieren authentisch und vermitteln Ruhe – das ist besonders wichtig in der Arbeit mit Menschen in Therapie“, sagt Fiebich. Lenny hilft, den Umgang mit Farben, Hand-Augen-Koordination und sogar mathematische Aufgaben spielerisch zu üben. Eine besondere Herausforderung für die Teilnehmer ist das „Hundeführerschein“-Programm, bei dem sie viele Aspekte rund um das Thema Hund kennenlernen. In anderen Kursen, wie etwa den „Fühltüten“, können sie Lenny-Gegenstände ertasten und so ihre sensorischen Fähigkeiten stärken.

Darüber hinaus fördert Lenny die Selbstwahrnehmung. „Sie lernen, dass sie etwas bewirken können, indem sie mit Lenny zusammenarbeiten“, sagt die Besitzerin. Und Lenny? „Zeigt ihnen, dass es wichtig ist, Regeln zu beachten und ihn mit Respekt zu behandeln.“ So ist der Hund inzwischen nicht nur Betreuer, sondern längst auch zum Freund für viele in Himmelkron geworden.