Eine weltweit einzigartige Anlage hat Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee im HySon-Institut in Sonneberg eröffnet. Ganz wesentlich mit ermöglicht worden ist das von der Bergmann-Maxit-Gruppe aus Azendorf, Gemeinde Kasendorf. Das Institut in Sonneberg und Bergmann Kalk betreiben gemeinsam eine Pyrolyseanlage. Sie ist in der Lage, aus Methan nahezu emissionsfrei Wasserstoff herzustellen. Das Methan wiederum wurde zuvor aus hochreinem CO2 gewonnen, das aus der Kalkherstellung bei Bergmann gezielt abgeschieden wurde. Für die Bergmann-Maxit Gruppe als Teil des HySon-Netzwerkes wird mit dem Projekt der praktische Nachweis erbracht, dass sich Kalk künftig mit positivem CO2-Abdruck herstellen lässt – auch wenn dies beträchtliche Investitionen in Anlagentechnik erfordert. „Zu diesen sind wir bereit. Das Projekt ‚Türkiser Wasserstoff aus grünem Kalk‘ ist ein zentraler und ökonomisch sinnvoller Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie hin zu einer besonders klimaschonenden Produktion“, erläutert Sebastian Groppweis, Inhaber und Geschäftsführer der Bergmann Gruppe und wissenschaftlicher Beirat des HySon-Instituts.