Mit 15 Jahren debütierte Schmid in der Saison 2011/12 im Weltcup. Sie war dabei, als die Springerinnen 2014 in Sotschi erstmals bei Olympia starteten. 2018 in Südkorea und vier Jahre später in China gewann Schmid jeweils Silber im Einzel.
Kampf für Gleichberechtigung
Mit der gigantischen Schanze der Winterspiele 2022 in Zhangjiakou wird die 29-Jährige aber auch immer eine ihrer bittersten Karrieremomente verbinden. Im Mixed-Teamspringen wurde sie - damals noch mit dem Nachnamen Althaus - wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs disqualifiziert. Das deutsche Team hatte dadurch keine Medaillenchance mehr.
Schmid kämpfte stets für Gleichberechtigung auf den Schanzen. Dichtere Wettkampfkalender, ein aufgestocktes Programm bei WM und Olympia sowie größere mediale Aufmerksamkeit waren wichtige Schritte auf dem Weg dorthin. Die bevorstehende Premiere ihrer Kolleginnen bei der nächsten Vierschanzentournee wird die Allgäuerin dagegen nur noch als Zuschauerin erleben. Kurz nach Weihnachten verkündete sie ihr Karriereende in diesem Frühjahr.