Die Masken erschweren das Atmen und simulieren durch verstellbare Ventile Höhenlagen von moderaten 2.000 Metern bis hin zu extremen Höhenlagen von mehr als 6.000 Metern - und sind jederzeit und egal wo einsetzbar. Sie sollen laut Studien aber keinen Effekt wie richtiges Höhentraining haben. Die Olympia-Strecken in Antholz liegen auf rund 1.600 Metern Höhe, das italienische Lavazé auf 1.800 Metern.
Die Regel, die über Leben und Tod entscheidet
Eigentlich gibt es klare Regeln für die Verwendung: Man soll sie nie alleine benutzen. Außerdem soll sie sich im Falle einer Bewusstlosigkeit des Trägers selbstständig lösen, damit die Sauerstoffzufuhr sofort wiederhergestellt wird. Ansonsten können die Folgen - wie bei dem alleine im Hotelzimmer gewesenen Bakken - verheerend sein: Der Betroffene kann ersticken, irreversible Hirnschäden steigen mit jeder Sekunde exponentiell an.
Laut der norwegischen Zeitung "VG" sei die bei Bakken gefundene Maske so konfiguriert gewesen, dass sie eine Höhe von 7.000 Metern über dem Meeresspiegel simulierte. Zum Vergleich: Dies ist die Todeszone im Himalaya. Offen ist, ob Bakken die Maske selbst so einstellte, sie beim Abnehmen verstellt wurde, ein technischer Fehler vorlag oder doch andere Faktoren eine Rolle spielten.
Zeitung: Wada erwägt Verbot
Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte 2006 nach einer umfassenden Überprüfung Hypoxie-Geräte wie Masken, Höhenzelte und - kammern nicht als Dopingmittel eingestuft. Ein möglicher Leistungsgewinn sei aus Wada-Sicht nur begrenzt und individuell unterschiedlich. Gleichzeitig warnte die Wada aber vor gesundheitlichen Risiken bei einer unsachgemäßen Nutzung.
Laut der spanischen Zeitung "Marca" soll die Wada ihre Position geändert haben und über ein Verbot nachdenken. Wada-Sprecher James Fitzgerald bestätigte das auf dpa-Nachfrage nicht: "Soweit mir bekannt ist, gibt es derzeit keine Absicht, diese Entscheidung erneut zu prüfen."